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Wie wirkt sich die Umgebung auf unsere Gesundheit aus?

Community
Von Community / 11. April 2018
Luftverschmutzung: Leben in der Stadt

Dass sich die Umgebung auf das Immunsystem auswirken kann, hat jeder schon einmal erlebt, der bei feuchtkalter Witterung frierend in einer stickigen Bahn saß und am nächsten Tag mit den ersten Anzeichen einer Erkältung kämpfte. Doch es müssen gar keine extremen Bedingungen sein, damit der eigene Körper geschwächt wird. Die Umgebung wirkt sich nämlich dauerhaft und beständig auf die eigene Gesundheit aus, ohne dass wir es bemerken. Erst wenn etwas falsch ist, wenn etwas nicht stimmt, spüren wir die Auswirkungen. Was das bedeutet und worauf jeder achten sollte, zeigt dieser Artikel.

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Wie wirkt sich die Umgebung auf unsere Gesundheit aus?

Abbildung 1: In Zeiten der Industrialisierung und nach dem 2. Weltkrieg war die Umgebungsluft durch viel mehr Schadstoffe belastet als heute.

Die Luftqualität in Räumen

In vielen Tests oder Magazinen wird von dem sogenannten Wohlfühlklima gesprochen. Das Raumklima innerhalb von Räumen ist ungemein wichtig für die eigene Gesundheit. Dabei ist das mehr oder weniger die Luft, die jeder für sich positiv und negativ beeinflussen kann. Häufig genügen schon die kleinsten Veränderungen, um eine angenehme Änderung festzustellen. Aber worauf kommt es in den Räumen eigentlich an und welche Faktoren spielen eine Rolle? Ein Überblick:

  • Luftfeuchtigkeit - eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen kann zur Schimmelbildung führen, aber auch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist gesundheitsschädlich. Gerade in Verbindung mit trockener Heizungsluft führt die Trockenheit dazu, dass die Schleimhäute austrocknen und Viren und Bakterien leichtes Spiel haben. Wie sich trockene Luft anfühlt, kennt vermutlich jeder. Die Nase fühlt sich verstopft und wund an, obwohl sie das gar nicht ist. Das Gefühl stammt schlichtweg von den ausgetrockneten Nasenschleimhäuten. Abhilfe kann hier Vieles schaffen: Pflanzen, eine Sprühflasche, mit der regelmäßig die Grünpflanzen eingestäubt werden, aber auch eine schlichte Wasserschale auf der Heizung. Gut ist es, wenn die Luftfeuchtigkeit in den Räumen bei ungefähr 50 bis 55 Prozent liegt.
  • Temperatur - die Temperatur wirkt sich ebenfalls auf die Luftqualität aus. Sie kann dazu führen, dass die Luft zu trocken wird, doch kann eine hohe Temperatur ebenfalls eine extrem hohe und somit schädliche Luftfeuchtigkeit verursachen. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur möglichst immer bei 16 bis 18 Grad liegen, in Wohnzimmern oder Kinderzimmern bei 20 bis 22 Grad.
  • Luftverschmutzung - draußen denkt jeder an schmutzige Luft, doch in den eigenen Räumen? Wohl nur die wenigsten. Dabei herrscht in einigen Wohnungen eine Feinstaubbelastung, bei der selbst der älteste Diesel mit einer Verbeugung die Segel streicht. Wer noch einen alten Staubsauger nutzt oder einfach nicht regelmäßig den Beutel oder den Auffangbehälter reinigt, verschmutzt bei jedem Saugen die Luft. Das gilt übrigens auch für moderne Staubsauger. Hier müssen nicht nur die Filter im Auffangbehälter gereinigt werden. Die meisten modernen Staubsauger haben dort, wo die Luft ausgestoßen wird, einen weiteren Filter. Genau dieser muss regelmäßig getauscht oder gewaschen werden, da er eigens dafür da ist, die Feinstaubbelastung in Wohnräumen zu vermindern.
  • Sporen und Pilze - die Atemluft ist in keiner Wohnung rein. Aber befindet sich in der Wohnung Schimmel, verbreiten sich die Pilzsporen munter mit der Atemluft von Raum zu Raum. Daher ist es wichtig, Schimmelbefall sofort und korrekt zu bekämpfen und die Ursache abzustellen. Die Sporen legen sich bei Trockenheit nieder, werden aber wieder aktiviert, sobald die Umgebungsluft geeignet ist.
  • Weitere Schadstoffe - gerade Hausstauballergiker kennen die Gefahren der gewöhnlichen Raumluft. Ausscheidungen von Hausstaubmilben bleiben nicht nur in Polstermöbeln und Matratzen haften, sie wirbeln auch in der Raumluft umher.

Die Luft in der eigenen Wohnung lässt sich relativ gut verbessern. Ein ordentliches Lüftungsverhalten genügt teilweise schon. Gleichzeitig können verschiedene Grünpflanzen dabei helfen, die Luft zu reinigen. Grünlilien und viele großblättrige Pflanzen können nicht nur Zigarettenrauch filtern, sondern auch andere Schadstoffe aus der Atemluft holen. Ferner können auch Luftreiniger dafür sorgen, dass sich die Luftqualität zu verbessern. Dabei gibt es Unterschiede zwischen Luftwäschern und Luftreiniger, die man vor dem Kauf kennen sollte. So lässt sich am Ende ein Gerät erwerben, welches wirklich bei der Luftverbesserung hilft.

Die Luftqualität außerhalb von Räumen

Das Thema Feinstaub und Luftqualität in Städten ist gerade so aktuell wie nie zuvor. Dabei ist die Luft in Städten diversen Belastungen ausgesetzt und an und für sich nie sauber. Aber warum ist dieser Feinstaub, von dem ständig die Rede ist, eigentlich so gefährlich? Das Problematische an ihm ist, dass er den wenigsten Menschen wirklich bewusst ist. Die Staubpartikel sind so winzig, dass sie keine direkte Abwehrreaktion des Körpers hervorrufen, sondern sich mit jedem Atemzug unbemerkt über die Atemwege in die Lunge schleichen. Hier lagern sich die kleinen Partikel unbemerkt ab und können Langzeitfolgen auslösen. Direkt problematisch ist der Feinstaub hingegen für Asthmatiker, COPD-Patienten und Menschen mit einer gravierenden Immunschwäche. Nur wie sollen sich diese Menschen schützen?

  • Kernzeiten meiden - es gibt bestimmte Witterungsbedingungen, die sich negativ auf die Luftqualität auswirken. Während dieser Zeiten sollten die Städte gemieden werden.
  • Hauptstraßen meiden - wer zu Fuß durch die Städte geht, sollte sich lieber Nebenstraßen als Hauptverkehrsstraßen aussuchen.
  • Atemschutz - in China ist es beinahe normal, mit einem Atemschutz auf die Straße zu gehen. Wer gesundheitliche Probleme mit den Atemwegen hat, sollte diesen Ansatz ebenfalls verfolgen.

Grundsätzlich kann natürlich jeder sein eigenes Verhalten überdenken und ändern und somit dazu beitragen, dass die Luftqualität gerade in den Städten steigt.

Lärm und weitere Faktoren

Die Umgebung ist natürlich weit mehr als nur die Luft. Es gibt noch diverse andere Faktoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können:

  • Lärm - auf Dauer macht Lärm krank. Er schädigt nicht nur das Gehör und kann zu Tinnitus führen, er wirkt sich auch negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus. Jeder sollte bewusst einige Zeit am Tag abschalten und sich vom Umgebungslärm entfernen. Das kann bereits auf einem halbstündigen Waldspaziergang geschehen.
  • Licht - als Foltermethode wurde mal Schlafentzug angewandt und dabei der Raum dauerhaft grell erleuchtet. Heute muten sich viele Menschen die Foltermethode selbstbestimmt zu.
  • Stress - das ist der Kernpunkt vieler gesundheitlicher Probleme heute. Stress muss übrigens nicht mit Überstunden und einem herrischen Chef verbunden sein, Stress hat viele Gesichter. Arbeitslosigkeit, Krankheiten, Kinder, Freunde, Sport - all das kann zu Stress führen. Hier ist runterkommen das Stichwort.
Wie wirkt sich die Umgebung auf unsere Gesundheit aus?

Abbildung 2: richtiges Lüften kann die Luftqualität in Räumen erheblich verbessern.

Fazit - sich selbst eine Oase schaffen

Etliche Umweltfaktoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken, lassen sich nicht von einer Einzelperson lösen. Dennoch kann sich jeder eine eigene Oase erschaffen, in der die Luftqualität gut ist und in der eine Umgebung herrscht, die sich positiv auf den Geist und Körper auswirkt. Viele Verbesserungen kosten kaum Geld und nur ein wenig Mühe - aber das sollte einem die eigene Gesundheit doch wert sein.


Bildquellen:
Abbildung 1: @ MonikaP (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: @ Hans (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Über den Autor

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Perspektive Gesundheit ist eine unabhängig Initiative, die sich für die Gesundheit aller Menschen sowie unserer Erde einsetzt.


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