Der Sommer deines Lebens: So wird er es wirklich

Der Sommer ist vielleicht die beste Erfindung seit Schokolade. Aber während letztere zu den wenigen Dingen gehört, die sich mit Sonnenschein und Wohlfühltemperaturen so gar nicht vertragen mag, beginnt für dich jetzt die schönste Zeit des Jahres. Wir verraten dir, wie die heißen Monate dir den Sommer deines Lebens bescheren!

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Zur Sonne, zur Freiheit

Schön, dass du dabei bist. Vor zwei Jahrzehnten luden die Hamburger Fischmob Fans des subtileren Wortwitzes mit ihrem „Susanne zur Freiheit“ dazu ein, die Sachen zu packen und in den Sommer abzuheben. Erstaunlich genug, dass manche dazu offenbar noch eine Aufforderung brauchen, denn der Sommer ist schließlich prädestiniert dafür, endlich raus zu gehen, das Wetter zu genießen und den Tag für all die Dinge zu nutzen, die über den Herbst und Winter warten mussten. Außerdem bietet sich die perfekte Gelegenheit, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Das macht den Sommer ganz eindeutig zur besten Jahreszeit. Nach den genauen Gründen brauchst du gar nicht lange suchen, der wichtigste von ihnen scheint dir im wahrsten Sinne des Wortes schon früh am Morgen ins Gesicht:


Mehr Sonne, mehr Wärme, mehr Zeit

Sofern der Sommer meteorologisch nicht komplett ins Wasser fällt, bringt er im Normalfall mehr Sonne mit. Das bedeutet vor allem zwei Dinge: Die Temperaturen steigen wieder an und die Tage werden länger.

Der Höhepunkt der Zeitkurve wird exakt vom 21. Juni markiert – dem Tag der Sommersonnenwende, wenn die Sonne ihren im Jahresverlauf höchsten Stand erreicht. Die Temperaturen brauchen erfahrungsgemäß etwas länger (ungefähr bis Juli), was weniger mit dem Einstrahlungswinkel der Sonnenstrahlen, als mit den klimatischen Bedingungen zu tun hat.


Mehr Reisen

Vom Staurisiko auf diversen europäischen Autobahnen einmal abgesehen, ist der Sommer außerdem die beste Jahreszeit zum Verreisen. Auf der Nordhalbkugel wie auf der Südhalbkugel sind die Temperaturen für europäische Verhältnisse dann mindestens annehmbar.

Während du also beispielsweise in den skandinavischen Ländern keinen plötzlichen Kälteeinbruch befürchten musst, erwarten dich südlich des Äquators vergleichsweise milde Wintertemperaturen. In Australien zum Beispiel ist es zwischen Juni und September mit durchschnittlichen Temperaturen um die 20°C richtiggehend angenehm (Achtung: In der Nacht fallen die Werte allerdings auch gerne in den einstelligen Bereich!).


Mehr Vitamin D

Die trüben Herbst- und Wintermonate sorgen dafür, dass sich dein Vitamin D-Spiegel deutlich senkt. Dagegen hilft meistens nur die Einnahme von entsprechenden Präparaten. Die meisten Menschen schaffen es auf natürliche Weise nicht, genügend Vitamin D im Winter zu produzieren.

Der Körper kann das wichtige Vitamin zwar selber bilden, benötigt dafür aber eine gehörige Portion Sonnenlicht. Ein ausreichend hoher Wert im Blut hebt dann nicht nur deine Stimmung spürbar, er hilft auch ganz nebenbei, deine Knochen zu stärken. Vitamin D unterstützt nämlich die dafür notwendige Kalzium-Einlagerung.

Trotzdem ist Vorsicht geboten, wenn du dich der Sommersonne aussetzt: Übertreibst du es mit deinen Versuchen, die Vitamin D-Produktion anzukurbeln, drohen die bekannten Folgen – kurzfristig ein Sonnenbrand, mittelfristig eine beschleunigte Hautalterung und langfristig ein höheres Hautkrebsrisiko.


Mehr im Freien

Das ist umso wichtiger, weil es im Sommer nur wenige Gründe gibt, sich drinnen aufzuhalten. Wenn das Wetter mitspielt, ist es sogar denkbar, das Leben nahezu ausschließlich an der frischen Luft zu genießen. Nicht nur die Freizeitaktivitäten, sondern tatsächlich viele der alltäglichen Verrichtungen. Falls du noch nicht überzeugt bist – wirf einen Blick in die folgende Sommer-Bucketlist für die anstehenden Wochen und Monate.

Der Sommer deines Lebens: So wird er es wirklich

Sommer-Bucketlist: Das musst du diesen Sommer noch tun


Sonne macht bekanntlich glücklich. Außer, sie macht albern, aber wenn du glücklich bist, dürfte dich das kaum stören. Viel wichtiger ist: Sonne vertreibt die Trägheit der dunklen Monate und fördert dementsprechend den Tatendrang. Praktischerweise erlaubt das Sommerwetter im Normalfall die Umsetzung von so ziemlich jeder Idee, die dir gerade in den Sinn kommt.

Damit du auch ja nichts vergisst, was du diesen Sommer unbedingt noch erleben/erledigen solltest, liefern wir dir nachfolgend eine kleine Gedächtnisstütze. Die funktioniert übrigens genauso gut als Inspirationsquelle, falls dir noch mehr einfallen sollte.


#1: Picknick am Lieblingsort

Zwei Dinge, auf die bei Sonnenschein und hohen Temperaturen jeder in Sachen Nahrungsaufnahme gut verzichten kann: Zu schwere Kost und sich dabei drinnen zu Tode schwitzen. Die beste Alternative hierzu ist und bleibt ein geselliges Picknick. Also, schnell den Korb und ein paar Freunde gepackt, an euren Lieblingsort übergesiedelt und die Zeit genossen.

Was es für ein perfektes Sommer-Picknick alles braucht


Die Location

Wünschenswert ist ein Platz im Grünen oder am Wasser, im günstigsten Fall erfüllt die Location beide Kriterien. Das hängt natürlich davon ab, wo du arbeitest bzw. studierst. Parkanlagen dürften sich aber im Prinzip überall finden lassen, auch wenn die Zahl weiterer Picknicker recht hoch sein wird. So habt ihr aber gleich eine Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.

Das funktioniert übrigens auch unter eher ungewöhnlichen Bedingungen, wie einige Studierende der FH Hannover vor einigen Jahren bewiesen haben. Ein Sommer-Picknick hat also durchaus das Potenzial zu einem größeren Event.


Die Ausstattung

Kein Picknick ohne Picknick-Decke. Die Profis wissen, dass diese nach Möglichkeit keine Feuchtigkeit durchlassen sollte, damit das gemütliche Zusammensitzen nicht durch nasse Hinterteile beeinträchtigt wird. Außerdem sinnvoll : Besteck, Teller und Gläser. Logistisch sind Wegwerf-Varianten aus Pappe und Plastik die einfachste Lösung. Das sollte aus Stil- und Nachhaltigkeitsgründen jedoch unbedingt vermieden werden. Alternativen aus Glas und Porzellan sind vorzuziehen. Die Servietten dürfen hingegen schon aus Papier sein.

Ansonsten sollte an Utensilien unbedingt in den Picknick-Korb: Flaschenöffner und/oder Korkenzieher, Salz- und Pfefferstreuer, Sonnen- und Insektenschutz, eventuell Taschenlampen, Taschenmesser, warme Klamotten für den späteren Abend und – ganz wichtig – Müllbeutel. Darüber hinaus alles, was sich leicht transportieren lässt und in irgendeiner Form zur Zerstreuung beitragen kann (Bluetooth-Boxen, Spiele etc.).

Der Sommer deines Lebens: So wird er es wirklich

Die Verpflegung

Ganz gleich, wonach es euch gelüstet: Packt es in gut verschließbare, einfach zu stapelnde Boxen. So gerät nichts unbeabsichtigt in den Korb, alles behält ausreichend lange seine Frische und die Wahrscheinlichkeit, deine mitgebrachten Leckereien an umherschwirrende Insekten zu verlieren, verkleinert sich. Für Getränke empfiehlt sich bei warmen Außentemperaturen eine Kühlbox – die ist im Zweifelsfall auch eine gute Unterbringungsmöglichkeit für leicht verderbliche Lebensmittel.


Picknick-Vorschlag: Couscous-Salat

Mit etwas Vorbereitungszeit und vielen frischen Zutaten kreierst du in Windeseile einen ebenso leckeren wie leichten Salat, der beispielsweise auch beim Grillen eine gute Figur abgibt. Schmeckt aber alleine mindestens genauso gut.

Zutaten

  • 200 g Couscous
  • 300 ml Wasser
  • 3 Tomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • ½ Salatgurke
  • Paprika, möglichst bunt
  • 1 Handvoll frische Minze
  • Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft
  • 5 Esslöffel Olivenöl


Zubereitung

  1. Der Couscous kommt einfach in eine Schüssel und wird dann mit den 300 ml kochendem Wasser übergossen. Danach lässt du ihn für zehn Minuten ziehen und würzt ihn anschließend mit Salz und Pfeffer (alternativ gießt du den Couscous mit Gemüsebrühe auf, dadurch wird der Geschmack insgesamt intensiver).
  2. In der Zwischenzeit kümmerst du dich um das Gemüse. Das wird gewaschen, geputzt und in Würfel geschnitten. Bei der Gurke solltest du vorher die Kerne mit einem Löffeln entfernen – die sind zum einen nicht sonderlich schmackhaft, zum anderen verwässern sie den Salat nur.
  3. Mit den Minzblättern verfährst du ähnlich: Abzupfen, säubern, in feine Streifen schneiden.
  4. Sobald der Couscous ausreichend gequollen ist, gibst du das Gemüse mit in die Schüssel, vermengst alles ordentlich und schmeckst das bisherige Ergebnis mit Olivenöl und Zitronensaft ab. Wenn du dem Salat jetzt noch eine Viertelstunde Zeit gibst, kann er sein Aroma voll entfalten.

Tipp: Du kannst den Couscous-Salat auch mit Naturjoghurt (gibt auch vegane Varianten) anmachen. Dadurch wird er etwas herzhafter, bleibt aber insgesamt noch sehr frisch.


Picknick-Vorschlag: Selbstgemachte Limonade

Erfrischungsgetränke gehören unbedingt zu jedem Sommerpicknick dazu, aber was du in den Regalen der Supermärkte findest, enthält eine Menge Zucker und künstliche Zusätze, die wiederum keiner braucht. Denn Limonade selber zu machen, ist auch nicht wesentlich schwieriger, als sie in den Einkaufswagen zu packen. Außerdem kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und damit den ersten Schritt zum eigenen Cocktail (siehe weiter unten) gehen. Wie wäre es also einmal mit einer Himbeer-Rosmarin-Limonade?

Zutaten

  • 4 Zweige Rosmarin
  • 250 g Himbeeren
  • 2 Bio-Zitronen
  • 4 Stiele frische Minze
  • Mineralwasser (und Eiswürfel)

Einfach alle Zutaten zusammen geben. Bei Bedarf noch mit Süßungsmitteln wie Kokosblütenzucker abschmecken. Für eine besser Abkühlung noch ein paar Eiswürfel dazugeben. Das ist aber kein Muss, die Limonade ist auch so erfrischend genug.


#2: Schwimmen. Im Freien.

Schon wegen des Abkühlfaktors ein absolutes Muss im Sommer. Abgesehen davon ist jetzt die beste Zeit dafür, sofern du nicht gerade vollkommen schmerzfrei bist und dir auch knackig kühle Wassertemperaturen nichts anhaben können.


Stadtstrände

Strand wird für die meisten Menschen vermutlich eine Perspektive für die Semesterferien sein, denn nur die wenigsten werden das Glück haben, im Norden in der Nähe zu Nord- und Ostsee zu wohnen. Macht aber nichts, denn Stadtstrände gibt es auch anderswo.

Badestrand an der Isar, München

In der bayerische Landeshauptstadt ist es sicher kein Geheimtipp mehr, allerdings sind die Kiesbänke und -buchten der Isar in jedem Fall eine Erwähnung wert. Herrlich klares Wasser, strahlender Kiesstrand, eingefasst von sattem Grün – definitiv ist das Isarufer (besonders empfehlenswert und bekannt: der Flaucherabschnitt der Isarauen) ein angenehmer Aufenthaltsort an heißen Sommertagen.


Rheinstrand und Kasematten, Düsseldorf

Das Rheinland ist jetzt nicht in erster Linie bekannt für sein Strandleben, doch in Düsseldorf kannst du genau das auf beiden Rheinseiten erleben. In den Kasematten geht es dank vorhandener gastronomischer Infrastruktur etwas lebhafter zu (was an der Nähe zur beliebten Düsseldorfer Altstadt liegen mag), ein wenig ruhiger ist es am Rheinstrand auf der gegenüberliegenden Rheinseite.

Weitere Stadtstrände findest du beispielsweise am Hamburger Elbstrand in Övelgönne, in Berlin am Capital Beach oder in Köln am Km 689 Cologne Beach. Auch Nürnberg bietet für den Sommer in der City einen Sandstrand.

Freibäder

Felsenbad Pottenstein

Alternativ bietet sich für alle Anwohner Erlangens ein kleinerer Ausflug in das knapp 50 km entfernte Pottenstein an. Inmitten einer herrlichen Bergkulisse liegt dort nämlich das Felsenbad Pottenstein, ein ganz wunderbares Naturbad, das sich perfekt in die umliegende Natur einfügt.

Der Weg lohnt sich im Übrigen auch von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg aus (ebenfa lls rund 50 km) und für Studis der Universität Bayreuth – die sind schon in knapp einer halben Stunde zur Erfrischung im Felsenbad.


Ökobad Lindenthal, Leipzig

Genauso naturbelassen geht es im Ökobad Lindenthal zu, dass von Leipzig in einer halben Stunde aus zu Fuß und mit der S-Bahn zu erreichen ist. Es winken chlorfreies Wasser, Schwimmen im Grünen und ein wenig Abstand zum Großstadttrubel.


Opelbad Neroberg, Wiesbaden

Zugegeben, das Wiesbadener Opelbad ist im Gegensatz zu den bisher genannten Adressen kein Naturbad, aber das gilt in erster Linie für die Schwimmbecken. Ansonsten gibt es ringsum nämlich durchaus Wälder und Weinberge, wie sie für die Rhein-Main-Region so typisch sind und – im wahrsten Sinne – obendrauf noch einen grandiosen Blick über die Stadt. Beim Neroberg handelt es sich schließlich um den Hausberg Wiesbadens, der auch dann einen Ausflug wert ist, wenn gerade (noch) keine Abkühlung benötigt wird.


#3: Open-Air-Entertainment

Selbst die Veranstaltungen drängt es zur Freiheit und unter freiem Himmel werden Festivals, Konzerte, Kino und Co. direkt mal zu einer ganz anderen Erfahrung, als sie es in geschlossenen Räumen sind.


Open Air-Kino

Irgendwie ist es dann doch noch mal ein ganz anderes Erlebnis, einen Film nicht im völlig abgedunkelten Kinosaal sehen zu können. So oder zumindest ähnlich denken offenbar sehr viele Menschen und so können sie sich bundesweit in mehreren hundert Freiluftkinos ihrem cineastischen Verlangen hingeben, unter freiem Himmel, in meist einzigartigem Ambiente.

Filmnächte am Elbufer, Dresden

Wie zum Beispiel bei den Dresdener Filmnächten am Elbufer, bei denen du dich als Zuschauer entscheiden musst: Ist der gerade gezeigte Film interessanter oder doch die herrlich erleuchtete und markante Skyline der Stadt, die sich am gegenüberliegenden Ufer hinter der Leinwand erhebt?


Kino auf der Burg, Esslingen

Eine ähnlich eindrucksvolle Kulisse bieten die Open Air-Kinovorstellungen auf der Esslinger Burg. Hier wird der Burghof kurzerhand zum Kinosaal umfunktioniert und bietet Cineasten seit mittlerweile 25 Jahren die Möglichkeit, aktuelle Filme umgeben von mittelalterlichem Charme zu genießen.


Freiluftkino Friedrichshain, Berlin

Wenn du Berlin ein wenig kennst, dann weißt du auch, wie grün die Stadt entgegen erster Annahmen tatsächlich ist. Die Berliner erhalten sorgfältig ihre grünen Oasen, als Ausgleich für die immer wachsende Hauptstadt. Neben anderen Spielorten lädt vor allem das Freiluftkino Friedrichshain zu einem Kinoerlebnis mitten im Grünen ein. Solltest du dir als Berliner auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Das ist selbstverständlich ein minimaler Ausschnitt aus dem vielfältigen Angebot an Open Air-Kinos, die in nahezu jeder Großstadt zu finden sind. Es lohnt sich also, zum Sommerbeginn die Augen offen zu halten, ob nicht in der Nähe ein Freiluftkinosaal seine Tore für dich öffnet.


Festivals

Sommerzeit ist Festivalzeit und obwohl der Sommer (abgesehen von den Temperaturen) noch gar nicht richtig gestartet ist, befindet sich die Festivalsaison bereits in vollem Gange. Das muss kein Grund zur Beunruhigung sein, es stehen noch immer eine Menge hochkarätige Veranstaltungen aus. Da sollte also für deinen (Musik-)Geschmack ein geeignetes Festival dabei sein, um Sommer, Sonne, Musik, Leute und Campen auf einen Schlag erleben zu können.

Alternativen zu möglicherweise weiten Anreisen und verhältnismäßig hohen Ticketpreisen gibt es zum Glück auch. Als Student etwa bei diversen Campusfestivals, die inzwischen an so gut wie jeder Uni veranstaltet werden oder die ganze Reihe der Umsonstfestivals, die bundesweit stattfinden.


#4: Schlafen. Im Freien.

Was ebenfalls niemand so richtig angenehm finden kann: Sich schweißgebadet durch die Laken zu wälzen, weil man natürlich keine Klimaanlage hat und die im Dachgeschoss auch nur bedingt hilfreich wäre. Außerdem ist dies deutlich umweltschonender. Warum also nicht den Schlafplatz nach draußen verlegen und neben den – hoffentlich – angenehmeren Temperaturen gleich noch den Sternenhimmel genießen?

Abenteuerlustige, Romantiker oder ganz normale Freiluftfanatiker sollten trotzdem ein paar grundlegende Dinge beachten, bevor das Schlafzimmer nach draußen verlegt wird:


Die Lage

Meint in diesem Fall nicht die üblichen Schlafpositionen, sondern die Platzwahl für das „Biwakieren“, um das Fachwort für das Übernachten im Freien ohne Zelt einmal zu bemühen. Die rechtliche Lage für das Wildcampen im Allgemeinen ist nicht ganz einfach, wenn du Naturschutzgebiete meidest und Privatgrund mit ausdrücklicher Erlaubnis aufsuchst, sollte aber zumindest das Biwakieren keine juristischen Probleme verursachen.

Abgesehen davon gilt: Keine flussnahen Bereiche oder Feuchtgebiete (wegen abkühlender Luft und Stechmückengefahr), keine Plätze ohne Windschutz, kein allzu weites Entfernen vom nächsten befestigten Weg (damit in Notfällen der Rückweg leichter wird).

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Der Zeitpunkt

Im Sommer gibt es nicht nur eitel Sonnenschein, deswegen ist dem Wetterbericht ausreichende Aufmerksamkeit zu schenken. Bei großer Regen- oder Unwetterwahrscheinlichkeit solltest du auf die Nacht im Freien ebenso verzichten wie bei zu niedrigen Temperaturen während der Nacht – die sollten möglichst über der 10°C-Marke liegen.


Die Ausrüstung

Minimum sind Schlafsack und Isomatte, für etwas mehr „Komfort“ eine wasserdichte Unterlage. Dazu eine Taschenlampe und eine Fleecejacke. Ansonsten gelten hinsichtlich Verpflegung und Sauberkeit dieselben Regeln wie beim Picknick: Achtet auf gut verschließbare Behältnisse und hinterlasst am nächsten Morgen keinen Müll.

Falls du den Ausflug in die Natur scheust und die Voraussetzungen erfüllt sind, sind auch Balkon oder Garten denkbare Alternativen. Der Aufwand dürfte hierfür deutlich geringer ausfallen – und die Nähe zur Zivilisation hat zudem gewisse V orzüge hinsichtlich Hygiene und Verpflegungssituation. Oder suche einfach einen Campingplatz auf. Das ist nicht exakt dasselbe wie Biwakieren in freier Wildbahn, beschert dir aber immer noch genug Freiheit im Vergleich zu deiner Wohnung und vor allem geregelte gesetzliche Verhältnisse.


#5: Kulinarische Entdeckungen

Im Sommer wird bei dir nur gegrillt? Das ist nachvollziehbar, kann bei einem Mangel an Kreativität jedoch recht eintönig werden. Und für eine gelungene Grillparty braucht es schließlich ein bisschen mehr als das obligatorische Stück Fleisch über dem Feuer. Also: Sei kein Allerweltsgrillmeister. Sei kreativ. Auch veganes Grillen kann sehr gut schmecken. Du musst dich nur ein bisschen dafür öffnen.


Alles, was es braucht, sind Hitze und meinen Rub

Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen ist eingelegtes Grillfleisch ist nicht das Nonplusultra. Auch geschmacklich lässt es oft Wünsche offen. Mit Gemüse und Fleischalternativen kann man das Ganze aufpeppen.

Für ein gelungenes BBQ ist schon die verwendete Gewürzmischung die erste Gelegenheit, Kreativität – oder zumindest guten Geschmack – zu beweisen.

„Rubs“ heißen diese Mischungen im Englischen, da das Fleisch damit ordentlich eingerieben wird. Ein Basic-Rub, der nach Belieben variiert werden kann, enthält dabei folgende Zutaten:

  • 12 EL Paprika edelsüß
  • je 6 EL: Salz, Zucker, Chilipulver, Knoblauchgranulat und gemahlenen Kreuzkümmel
  • je 2 EL: Senfpulver, Cayennepfeffer und gemahlenen schwarzen Pfeffer

Die Zutaten vermischst du einfach in einer großen Schüssel und füllst sie anschließend in einem verschließbaren Glas ab. Um aus der Gewürzmischung eine Marinade zu machen, musst du nur Öl hinzugeben. Als Faustregel kannst du pro Esslöffel Rub 150 ml Öl nehmen (Hinweis: Die oben angegebene Menge würde für etwa 500 ml Marinade ausreichen). Nimm dazu am besten Kokosöl, das ist hitzebeständiger als etwa Olivenöl und deswegen beim Grillen viel angenehmer.

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Sommer-Cocktail: Basil Smash statt Hugo

Neuer Sommer, neues Glück, neue Cocktails. Wenn dir Hugo inzwischen zu langweilig und dein Bedarf an Mojitos vorerst gedeckt ist, könnte ein ordentlicher Gin Basil Smash eine Alternative für dich sein. Was auf den ersten Blick so exotisch erscheint, entpuppt sich auf den zweiten Blick als eine recht einfache Kombination aus Gin und Basilikum. Noch weniger exotisch ist die Herkunft, denn der Drink wurde in einer Hamburger Bar erfunden.

Damit du nicht erst in den hohen Norden aufbrechen musst, ist hier das Original-Rezept:

  • 6 cl Gin
  • 2 cl Zitronensaft
  • 2 cl Rohrzuckersirup
  • 6 bis 8 Basilikumblätter


Die Basilikumblätter zwecks Aromaentfaltung kurz mit einem Mörser im bereitstehenden Shaker andrücken, die restlichen Zutaten dazugeben, mit Eiswürfeln auffüllen und nach dem Schütteln durch ein Sieb geben. Natürlich gehen Cocktails auch exzellent ohne Alkohol, was gerade bei sommerlicher Hitze nicht die schlechteste Wahl sein kann.


Darf es ein Dessert sein?

Am Dessert scheiden sich zwar die Geister, aber so ganz ohne kannst du den Grillabend ja auch nicht beschließen. Und anders als im Winter ist Blitzeis im Sommer durchaus eine erfreuliche Überraschung. Eine eiskalte Himbeer-Heidelbeer-Variante (für 4 Personen) geht dann zum Beispiel so:

  • 160 g Himbeeren, tiefgefroren
  • 160 g Heidelbeeren, tiefgefroren
  • 180 ml Kokosmilch
  • etwas Limettenabrieb
  • je 1 TL Orangen- und Zitronengranulat
  • Süßungsmittel nach Bedarf

Die Zubereitung ist denkbar einfach, denn die Zutaten kommen alle zusammen in einen ausreichend großen Mixbecher und werden dann mit dem Pürierstab oder dem Hochleistungsmixer püriert. Die Eismasse füllst du anschließend einfach in eine Schüssel und packst sie noch kurz ins Tiefkühlfach, bis das Blitzeis serviert werden soll.


Der Sommer ist noch lange nicht vorbei

Wie gesagt, die Bucketlist dient in erster Linie als Einstimmung auf die Sommermonate. Das Potenzial ist also nur zu einem Bruchteil erschöpft und die Liste lässt dir genug Raum, eigene Ideen einzubringen. Es wäre zum Beispiel kein verschwendeter Sommer, wenn du diesen nutzt, um die schönsten Sonnenauf- und untergänge zu jagen. Sicher gibt es auch in deiner Stadt den einen oder anderen Platz, von dem aus das Schauspiel besonders imposant erscheint.

Oder wie wäre es mit einer anschließenden Nachtwanderung? Klingt vielleicht nach Kinderferienfreizeit, lässt dich aber deine Umgebung unter ganz anderen Voraussetzungen entdecken. Was ist ein Sommer außerdem ohne den passenden Soundtrack? Die Musik, die am besten das Gefühl dieses Sommers zum Ausdruck bringt und deswegen ohnehin ständig läuft? Deinen Freunden geht es vermutlich ganz ähnlich und schon habt ihr die Grundlage für die Begleitmusik zum Sommer eures Lebens.

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