So fällt dir jede Entscheidungsfindung leichter

Kennst du das Gefühl? Du hast die Möglichkeit, dich zwischen verschiedenen Optionen zu entscheiden. Du weißt, du musst dich entscheiden. Und die Entscheidungsfindung fällt dir unglaublich schwer. Wie kannst du nur jemals die richtige Entscheidung treffen? Die wirklich beste? Ganz sicher sie absolut beste?

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Der große Irrglaube

Sicherlich kennst du das. Die meistens Menschen tun sich bei der Entscheidungsfindung schwer. In einer Welt in der wir so viele Möglichkeiten wie nie zuvor haben, sind wir von zu vielen Optionen oft überfordert.

Schnell fühlt man sich überwältigt. Die Entscheidungsfindung wird zur Qual. Dabei könnte es so einfach sein. Wie kommt es, dass wir so große Schwierigkeiten haben, Entscheidungen zu treffen? Ist es die Art und Weise, wie wir an die Sache rangehen? Unsere Einstellung?

Es ist der riesige Irrglaube, dass mehr Optionen immer besser seien. Mehr Möglichkeiten bedeutet mehr Freiheit, richtig? Grundsätzlich sind keine Optionen nicht die bessere Alternative. Doch zu meinen, mehr Optionen seien immer besser, ist gleichermaßen falsch.

Es ist ein Irrglaube, dass mehr Optionen immer besser seien.

Es zeigt sich, dass, wenn wir zu viele Möglichkeiten haben, wir schnell überfordert sind. Die Qualität unserer Entscheidungen sinkt dann. Schnell sind wir nicht mehr in der Lage, wirklich gute Entscheidungen zu treffen.

Oft passiert es sogar, dass wir Angst vor der Entscheidungsfindung haben. Also davor, eine Entscheidung zu fällen. Oder fällen zu müssen. Es könnte ja sein, dass wir die falsche Entscheidung treffen. Wir wollen möglichst unsere Optionen aufrechterhalten.

Wir haben Angst, Entscheidungen zu treffen.

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Die Dualität jeder Entscheidungsfindung

Die wenigsten Menschen haben Schwierigkeiten, sich für etwas zu entscheiden. Wenn wir etwas wollen, uns etwas zusagt, entscheiden wir uns dafür. Anders sieht es aus, wenn wir uns gegen etwas entscheiden müssen.

Eine Entscheidung gegen etwas, wird häufig als Verlust – als etwas Negatives – angesehen. Schließlich steht uns diese Option dann nicht mehr offen. Doch ist nicht jede Entscheidung für etwas gleichzeitig eine Entscheidung gegen etwas?

Wir können nur an einem Ort gleichzeitig sein. Wir können uns nur auf eine Sache gleichzeitig fokussieren. Tun wir etwas, können wir sehr viel anderes nicht zur gleichen Zeit tun – auch wenn wir genau das immer wieder versuchen. Zeigt sich daran nicht, wie sehr wir versuchen, uns dieser Natur zu widersetzen? Bisher mit mäßigem Erfolg.

Jede Entscheidung für etwas ist gleichzeitig eine Entscheidung gegen etwas.

Wenn wir uns für eine Sache entscheiden, schließen wir gleichzeitig viele andere aus. Das ist die Natur jeder Entscheidung. Mit diesem Wissen sollten wir auch an die Entscheidungsfindung rangehen.


Siehst du das halb leere Glas?

Oft sehen wir es als Verlust, wenn wir uns gegen etwas entscheiden. Schließlich steht uns diese Option nicht mehr offen. Doch wie war das mit dem halb offenen oder halb leeren Glas? Es kommt immer auf die Perspektive an.

Eine Entscheidung gegen etwas bedeutet weniger Optionen. Doch das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Schließlich bedeutet es auch weniger Ballast. Weniger, was wir berücksichtigen müssen. Worum wir uns kümmern müssen. Was uns aufhält.

Weniger Optionen = Weniger Ballast

Hast du dir schon mal vorgestellt, wie schön ein simples Leben sein würde? Ohne große Verpflichtungen. Ohne Stress. Ohne Sorgen. Ohne ständige Entscheidungsfindung.

Ein Weg dahin sind weniger Optionen. Eine Entscheidung gegen etwas kann uns frei machen. Kann mehr Freiheit bedeuten.


Vereinfache jede Entscheidungsfindung für immer

Wir können unser ganzes Leben damit verbringen, zu überlegen, was wir wirklich machen wollen. Schließlich haben wir so viele Optionen. Doch erst wenn wir uns für etwas – gegen vieles andere – entscheiden, können wir uns wirklich auf die eine Sache fokussieren. Später können wir immer noch etwas anderes tun.

Wenn du lernst, den Wert einer Entscheidung gegen etwas wertzuschätzen, gehst du auf einmal ganz anders durchs Leben. Dann wird es dir nicht mehr so schwerfallen “Nein” zu sagen. Schnell erkennst du, dass es sich nicht lohnt, jede Gelegenheit mitzunehmen – sondern nur die richtigen Gelegenheiten.

Die meisten Menschen hängen an alten Sachen, die sie eigentlich nicht mehr brauchen. Schließlich könnten sie ja irgendwann nochmal nützlich sein. Es ist diese tief verankerte Denkweise in uns. Irgendwann einmal hat sie uns sicherlich beim Überleben geholfen.

Doch heutzutage haben wir eher das gegenteilige Problem: Zu viel. Zu viele Sachen. Zu viele Optionen. Zu viele Entscheidungen.

Wenn wir erkennen – wirklich erkennen –, dass mehr nicht die Antwort ist, können wir uns befreien. Befreien, von den einengenden Gedankenmustern, mit denen wir durch die Welt gehen.

Dann werden wir jede Entscheidungsfindung mit Freude und Leichtigkeit angehen können. Denn sie sind eine Chance, unser Leben mehr nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Also entscheide dich ganz bewusst – auch gegen Dinge.


Um Wissen zu erlangen, füge täglich etwas hinzu. Um Weisheit zu erlangen, nimm täglich etwas weg.
– Lao Tzu
Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

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