Greif nach den Sternen: Mit diesen Tipps hast du mehr vom Leben

Du lebst nur einmal. Das ist dir bewusst, oder? Im Alltag geht das aber gerne mal unter. Sich mit Dingen zu beschäftigen, die Spaß machen und wirklich wichtig im Leben sind, wird immer wieder auf morgen verschoben. Job. Termine. Pflichten. Alles hat Vorrang.

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Irgendwann erreicht man dann einen Punkt, an dem man sich fragt „War das etwa schon alles?“. Schnell kann man dann meinen, dass es schon zu spät ist. Man jetzt nichts mehr ändern könne. Damit es gar nicht soweit kommt, solltest du gleich damit anfangen, mehr aus deinem Leben herauszuholen. Die Lebenszeit ist nun einmal begrenzt und genau deswegen sollte man jeden Tag im wahrsten Sinne mit möglichst viel Leben füllen. Folgende Tipps helfen dir dabei.


Mehr Lebensfreude mit diesen Tipps

Spaß am Leben haben: Das ist leider nicht so selbstverständlich, wie man meinen könnte. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie du zu mehr Lebensfreude, zu mehr Glück und Zufriedenheit gelangst. Das ist natürlich leichter gesagt, als getan. Aber es lohnt sich, herauszufinden, was wirklich wichtig im Leben ist [selbst wenn du dich momentan total verloren fühlst und keine Lebensziele hast].


Sich auf etwas freuen

Es gibt einen einfachen Trick, um für mehr Glück und Zufriedenheit in deinem Leben zu sorgen: Plane für jeden Tag eine Sache oder Tätigkeit ein, auf die du dich freuen kannst. Nach Feierabend den spannenden Krimi weiterlesen, einem Hobby nachgehen, Freunde treffen, die du lange nicht gesehen hast, dein Lieblingsgericht kochen, zu einem Konzert gehen – die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig.


Eine positive Lebenseinstellung haben

Der nächste Schritt ist schon etwas schwieriger, aber noch effektiver. Er besteht darin, das Leben von der positiven Seite zu betrachten. Mehr Offenheit für und der Glaube an das Schöne im Leben bewirken eine bessere Lebenseinstellung. Fege negative Gedanken und Gefühle öfter mal zur Seite und achte auf die vielen kleinen positiven Dinge, die jeden Tag passieren.

Freue dich auch über Kleinigkeiten wie ein warmer Sonnenstrahl auf deiner Haut. Schönes Wetter an deinem Geburtstag. Darüber, dass dein Nachbar ein Paket für dich angenommen hat und so weiter. Versuche vor dem Einschlafen drei positive Dinge zu benennen, die dir an dem Tag passiert sind. Du wirst sehen, dass es wirkt und du dir Schritt für Schritt eine zuversichtlichere Grundhaltung antrainieren kannst.

Dazu ist es essenziell, die Dinge bewusster wahrzunehmen und sich Zeit dafür zu nehmen anstatt wegen Zeitdruck und Terminen durch das eigene Leben zu hetzen. Es geht darum, das Tempo zurückzufahren und das Leben zu entschleunigen. Auf diese Weise erlebst du viele schöne Momente, die sonst im wahrsten Sinne an dir vorbei rauschen würden. Achte jeden Tag darauf, welches Wetter draußen herrscht. Genieße bewusst deine Mahlzeiten und konzentriere dich auf den Geschmack. Hör genau zu, was Freunde und Familie dir erzählen. Mit solchen Dingen schaffst du mehr Bewusstsein und Achtsamkeit in deinem Alltag.


Hilfreich in vielerlei Hinsicht

Die Zuversicht, die eine positive Lebenseinstellung mit sich bringt, lässt dich offener sein für Neues. Außerdem lächeln positiv eingestellte Menschen öfter, was sie attraktiver und sympathischer für andere macht – eine wichtige Eigenschaft auch für einen potenziellen neuen Arbeitgeber. Eine optimistische Einstellung bewirkt auch, dass sich weniger Stresshormone ansammeln und dass dein Immunsystem stärker wird. Die Glückshormone, die nun vermehrt ausgeschüttet werden, steigern zudem dein Wohlbefinden.


Mehr Persönlichkeit

Gerade, wenn wir eine eigene kleine Familie haben, neigen wir dazu, uns ständig nach anderen und ihren Bedürfnissen zu richten und die eigenen in den Hintergrund rücken zu lassen. Doch um mehr aus deinem Leben und deiner Persönlichkeit herauszuholen, solltest du öfter mal egoistisch sein und dich selbst wichtiger nehmen.

Greif nach den Sternen Auszeit

Nimm dir Zeit für dich

Das mag im ersten Moment eine seltsame Vorstellung sein, aber es funktioniert, auch ohne gleich zur Rabenmutter bzw. Rabenvater zu werden. Damit du deine Persönlichkeit wieder entfalten und weiterentwickeln kannst, brauchst du hin und wieder etwas Zeit, die du bewusst nur mit dir selbst verbringst. Regelmäßig ein Spaziergang durch den Wald oder ähnliches hilft schon. Dabei kannst du in dich gehen und dich ohne Ablenkung ganz mit dir selbst beschäftigen.


Sich selbst kennen lernen

Besonders effektiv ist die Zeit mit dir, wenn du dich dabei neuen Herausforderungen stellst, etwa auf einer Pilgertour oder einer größeren Rundreise, auf der du vor allem auf dich selbst gestellt bist. Trau dich auch sonst an neue Herausforderungen. Dabei lernst dich selbst und deine Fähigkeiten besser kennen. Du entdeckst neue Seiten an dir und erkennst, was alles in dir steckt. Diese neu gewonnenen Erkenntnisse kannst du in den Alltag oder den Job übertragen und sie dort weiterentwickeln. Sie werden dir mit Sicherheit neue Möglichkeiten eröffnen.


Mehr Abwechslung

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Durch Rituale und Gewohnheiten lernen Kinder kulturell bedingte Abläufe kennen, sie erfahren dadurch Grenzen und Sicherheit. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, warum die meisten Menschen es nicht schaffen, ihre Gewohnheiten zu ändern. Gewohnheiten ermöglichen es Kindern, die Welt um sie herum allmählich kennen zu lernen und im Laufe der Zeit ihre eigene Routine zu entwickeln. Die Routine hilft uns, den Alltag besser zu strukturieren. Wir stehen an Werktagen immer zur gleichen Uhrzeit auf, fahren immer den gleichen Weg zur Arbeit, die wiederum – je nach Beruf – nahezu jeden Tag nach dem gleichen Prinzip abläuft. Für die Stunden des Feierabends haben wir oft ein eingespieltes Programm.

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Vorteile von Routinen

Außerdem hat jeder so seine gewissen Gewohnheiten und Rituale, die sich auf das Verhalten, aber auch auf unsere Gefühle und Denkweisen beziehen. Der Vorteil: routinierte Abläufe führen wir sicher, schnell und präzise, geradezu automatisch durch. Wir müssen nicht mehr groß darüber nachdenken, verlangen dem Körper keinen zusätzlichen Energieaufwand ab und er kann sich auf andere Dinge konzentrieren. Das ist besonders in stressigen Situationen ungemein praktisch. Unser Gehirn versucht daher, neue Handlungen schnell zu automatisieren, und schüttet körpereigene Belohnungsstoffe aus, wenn es routiniert handeln darf.


Raus aus dem Alltagstrott

Sein Leben rein nach Routinen zu führen, ist jedoch nicht immer gut für Geist und Seele. Schneller als gedacht, findet man sich in einem Hamsterrad wieder, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Jeden Tag der gleiche Ablauf, der Alltag läuft nach einem festen Schema ab und am Wochenende bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen. Doch damit musst du dich nicht zufriedengeben!

Mit kleineren oder auch größeren Veränderungen kannst du für mehr Abwechslung in deinem Leben sorgen und aus dem persönlichen Alltagstrott entkommen oder auch aus dem beruflichen Hamsterrad aussteigen. Am besten fängst du mit kleinen Schritten an:

  • Anstatt abends den Fernseher einzuschalten, eine Runde spazieren gehen mit wechselnden Routen.
  • Den Speiseplan auf Trab bringen und mindestens einmal pro Woche ein neues Rezept ausprobieren.
  • Mit dem Zug oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren statt mit dem Auto.
  • Finde neue Wege, mehr Bewegung in deinen Alltag integrieren.
  • Dem Arbeitsplatz durch farbige Büroartikel und persönliche Gegenstände (Foto, Vase, etc.) mehr Pepp verleihen.
  • Für den Sommerurlaub mal ein anderes Hotel buchen oder ein unbekanntes Land bereisen.
  • Auf der Arbeit und/oder zuhause die Möbel umstellen.


Nach diesen kleineren Veränderungen kannst du dich an größere heranwagen:

  • Ein neues Hobby oder endlich den Kurs belegen, den du dir schon vor Langem herausgesucht hast: Etwas Neues zu lernen, erweitert nicht nur deinen Horizont, sondern bringt mächtig Schwung in dein Leben. Außerdem werden dabei Glückshormone freigesetzt, die dich zusätzlich aus deiner Tristesse befreien. Es kann auch helfen, ein altes Hobby wieder aufzunehmen, an dem du früher viel Freude hattest.
  • Eine Fortbildung machen: Neues lernen bringt auch deine Karriere voran. Eignest du dir neues Wissen an, steigert das deine Karrierechancen und du qualifizierst dich für neue interessante Aufgaben.
  • Ein neuer Job: Wenn das alles nicht hilft, kann ein Jobwechsel der Schlüssel zum Glück sein.
  • Eine neue Wohnung: Manchmal braucht man im wahrsten Sinne einen Tapetenwechsel, um sich wieder wohlzufühlen.


Allerdings solltest du nicht anfangen und dein gesamtes Leben auf einmal umkrempeln. Der Mensch braucht gewisse Konstanten, die ihm Sicherheit geben, damit er sich wohlfühlt.


Mehr Luxus

Jeder von uns hat etwas auf dem Wunschzettel stehen, was vielleicht nicht unbedingt in die Kategorie „nötige Anschaffung“ fällt und/oder einfach zu teuer ist, um es sich mal eben zu leisten. Gerade wir Deutschen sind dafür bekannt, dass wir erst fleißig Geld ansparen, bevor wir uns etwas Teures leisten. Oder besser gesagt: Wir waren es. Denn allmählich verbreitet sich der Gedanke, sich lieber gleich ein schönes Leben zu machen, als noch lange darauf zu warten.

Greif nach den Sternen Nicht sparen

Ausgeben statt sparen

Die Deutschen galten lange als Weltmeister, wenn es ums Sparen ging und darum, sich Geld für Konsumausgaben auf die Seite zu legen. Die Motive dafür haben sich im Laufe der Zeit verändert. Dies bestätigt auch eine Umfrage des Institutes TNS Infratest aus dem Jahr 2017. Die ergab unter anderem, dass wir Deutschen im Vergleich zu vor zehn Jahren allmählich davon abrücken, für Konsum zu sparen. Teure Ausgaben wie ein schickes Auto oder der jährliche Urlaub am Meer werden mittlerweile auch in Deutschland gerne mal direkt mit dem vorhandenen Geld bezahlt oder über einen Kauf auf Raten.

Man braucht schließlich nicht mehr Geld, um mehr vom Leben zu haben. Manchmal ist es sinnvoller, das Geld auszugeben, um sich das Leben zu versüßen oder gar zu vereinfachen. Wer immerzu auf Sparflamme lebt und sich Anschaffungen verbietet, weil das Geld angeblich nicht ausreicht, verwehrt sich unter Umständen den einfachen Zugang zu etwas mehr Luxus und Komfort. Gönn dir also hin und wieder etwas. Besonders dann, wenn es dein Leben ein kleines bisschen besser macht.

Wichtig dabei ist, dass wir bewusst konsumieren. Am Ende sind es weder materielle Dinge noch extravagante Erlebnisse, die uns glücklich machen.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir einen gesunden Umgang mit Geld lernen. Robert T. Kiyosaki beschreibt in seinem Buch “Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen”, dass die meisten Menschen nie gelernt haben mit Geld umzugehen. Es ist wichtig, dass eine gute Beziehung zu Geld sowie eine langfristige Strategie für den Umgang entwickeln.


Erinnerungen statt Hellseherei

Etwas anders betrachtet: Sparen ist auf die Zukunft ausgerichtet. Wir sammeln jetzt Geld an, damit wir uns das Traumauto in einigen Jahren leisten können. Wir sparen heute, um uns morgen den Luxusurlaub zu gönnen. Aber niemand weiß, was die Zukunft bringt. Vielleicht hat sich deine Situation in ein paar Jahren derart verändert, dass du dir deine Wünsche dann erst recht nicht erfüllen kannst.

Ist es da nicht besser, heute das Leben zu genießen? Das muss nicht der große Pool im Garten oder eine Stretch-Limousine sein. Als Luxus zählt auch, sich die Zeit zu nehmen und es sich mit Freunden abends auf der neu eingerichteten Terrasse gemütlich zu machen. Das hört sich wohl besser an, als eine Überstunde nach der anderen anzusammeln, damit du dir deine Terrassenmöbel ohne schlechtes Gewissen leisten kannst.

Versuche mal deine Einstellung von ‘sich etwas leisten’ zu hinterfragen. Ist es nicht sinnvoll, in Erinnerungen zu investieren? Denn die beste Vorsorge bringt nichts, wenn du die Erträge später – aus welchem Grund auch immer – nicht mehr genießen kannst.


Nicht alles auf einmal

Natürlich sollst du jetzt nicht dein gesamtes Vermögen sinnlos verprassen. Es schadet grundsätzlich nicht, an später zu denken und finanziell für das Alter vorzusorgen. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass die Rente zukünftig nicht mehr den vollen Geldbedarf abdecken kann.

Außerdem sind ein paar Rücklagen für den Notfall durchaus sinnvoll. Behalte dir immer ein kleines finanzielles Polster, um in unerwarteten Situationen nicht in die B redouille zu geraten, etwa, wenn die Waschmaschine kaputt geht oder das Auto in die Werkstatt muss. Generell ist ein Großteil der Deutschen trotz diesem Umschwung im Sparverhalten weiterhin dazu bereit, etwas Geld auf die hohe Kante zu legen.

Wichtig ist die Erkenntnis, dass Geld zu sparen, wie es immer empfohlen wurde, nicht wirklich sinnvoll ist. Als Altersvorsorge sollten wir uns definitiv auf andere Strategien fokussieren. Ein Anfang wäre das bereits erwähnte Buch Rich Dad Poor Dad.


Mehr Spaß

Sobald wir erwachsen sind, scheint für einige spätestens mit dem Eintritt in die Arbeitswelt der Spaß am Leben nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. Sie verfallen in eine steife, spießige Lebensweise oder noch schlimmer: Sie arbeiten in einem Job, der ihnen keinen Spaß macht.

Einfach nur, weil man eben einen Job braucht, um Geld zu verdienen. Aber wie du dir vorstellen kannst, regt ein solcher Job nicht gerade die Motivation und den Willen an, sein Bestes zu geben. Man arbeitet nur im Mittelmaß und fühlt sich auch so.


Spaß ist Kopfsache

Natürlich gibt es in jedem Job Tage oder auch längere Phasen, in denen es keinen Spaß macht, zu arbeiten. Doch grundsätzlich solltest du eine Tätigkeit ausüben, die dich erfüllt, und bei der du dich wohlfühlst.

Das gilt erst recht für deine Freizeit. Gestalte dein Leben so, dass es nur so sprüht vor Spaß, guter Laune und Leichtigkeit. Das mag nicht immer einfach sein, ist aber möglich. Es ist vor allem eine Kopfsache. Wer sich von dem Zwang löst, den gesellschaftlichen Normen entsprechen oder um jeden Preis die Karriereleiter aufsteigen zu wollen, hat schon einen großen Schritt geschafft. Generell tut es gut, wenn nicht ständig irgendwelche Verpflichtungen an erster Stelle stehen, sondern das, was einem Spaß macht.

Greif nach den Sternen Spaß ist Kopfsache

Praktische Umsetzung 

Kinder haben ständig Spaß. Sie machen manchmal Quatsch oder stellen sich in ihrer Fantasie ihre eigene Welt zusammen. Davon können wir uns eine Scheibe abschneiden:

  • Weniger ernst sein: Versuche, das Leben nicht immer so ernst zu nehmen, sondern es ein bisschen mehr von der spaßigen und lockeren Seite zu betrachten. Das kostet dich weniger Energie, die du dann in noch mehr Spaß investieren kannst.
  • Mehr Neugier zulassen: Betrachte beim nächsten Spaziergang eine bestimmte Pflanze oder einen Baum sehr intensiv. Versuche dir, zu merken wie sie aussieht und zuhause herauszufinden, welche Pflanze oder Baum das war. Das geht natürlich auch mit einem Tier. Versuche dich an neuen Rezepten, vielleicht welche aus einer anderen Kultur. Lerne auf Reisen die Einwohner eines Landes sowie ihre Bräuche kennen.
  • Ein bisschen verrückt sein: Tu etwas, was du normalerweise nicht tust. Am besten geht das mit Dingen, die du in deiner Kindheit getan hast: Auf einem Bein durch die Gegend hüpfen, ein Wettrennen mit Freunden veranstalten (oder Arbeitskollegen), auf dem Trampolin hüpfen, einfach auf einem leeren Blatt anfangen ein Bild zu malen oder was dir noch einfällt.


Mehr Zeit

Kaum hat das Jahr begonnen, ist auch schon wieder Sommer und im nächsten Augenblick sind wir wieder auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. Dieses Gefühl, dass die Zeit jedes Jahr schneller zu vergehen scheint, kennst du bestimmt auch. Zeit, die wir leider nicht wieder zurückbekommen. Umso wichtiger ist es, die Zeit ab sofort intensiver zu nutzen und vor allem: für das Richtige. Denn allzu oft ertappen wir uns dabei, wieder einmal wertvolle Stunden verschwendet zu haben.


Prioritäten setzen

Das passiert vor allem deswegen, weil wir unsere Prioritäten falsch setzen. Wir rücken oft Unwichtiges in den Vordergrund. Anstatt mit der Hausarbeit oder anderen Erledigungen voranzukommen, lenken wir uns immer wieder mit anderen Dingen ab: Zum zehnten Mal für den Tag auf Facebook und Instagram reinschauen, Videos auf YouTube ansehen oder anfangen in dem Buch zu lesen, das wir gerade wegräumen wollten. Das raubt uns Unmengen an Zeit, die wir viel sinnvoller einsetzen können.

Ein weiterer Punkt ist, dass wir aufgrund falscher Prioritäten dazu neigen, unsere sozialen Kontakte schleifen zu lassen. Dabei ist es ungemein wichtig, den Kontakt zu Freunden und der Familie zu pflegen. Zu oft kommt es vor, dass sich Freunde und Partner auseinanderleben, weil sie zu wenig Zeit miteinander verbringen.

Die Zeit fehlt, weil Arbeiten im Haushalt und Termine höher eingestuft werden als ein Treffen mit der Familie oder ein Telefonat mit der besten Freundin. Dabei ist ein Gespräch mit den Liebsten gut für das eigene Wohlbefinden. Wenn du also die Hausarbeit oder andere Verpflichtungen hin und wieder hinten anstellst und dich stattdessen mit Freunden auf einen Kaffee triffst oder wenigstens zum Telefonhörer greifst, erhältst du dir den Kontakt zu den wichtigsten Menschen in deinem Leben.

Auch unserer Gesundheit tun richtige Prioritäten gut: Draußen spazieren gehen oder sich auf das Fahrrad schwingen ist viel besser für den Körper, als sich schon wieder einen ruhigen Abend auf dem Sofa zu verordnen. Außerdem baust du beim Sport nachweislich Stress ab. Wer seine Prioritäten also richtig setzt, hat viel mehr Zeit für die schönen und wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Familie, Freunde, Gesundheit und Spaß.


Eindrücke sammeln, Erfahrungen machen

Du kannst die Zeit zwar nicht anhalten, aber immerhin dafür sorgen, dass sie etwas langsamer verstreicht, zumindest subjektiv betrachtet. Das bedeutet, dass du deine Lebenszeit gewissermaßen verlängern kannst. Der Schlüssel liegt darin, möglichst viele Erlebnisse, Eindrücke und Erinnerungen zu schaffen. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Je mehr du in einem bestimmten Zeitraum, zum Beispiel ein Jahr, erlebst, desto länger kommt dir die Zeit vor.

Sagen wir, du hast einen Städtetrip über ein Wochenende geplant. Dann fieberst du ab dem Moment der Buchung und Planung dem Ereignis entgegen. Während des Trips, sprich: solange du nicht im gewohnten Alltag steckst, kommt dir die Zeit ebenfalls langsamer vor. Und je mehr Erlebnisse du dir am Monats- oder Jahresende ins Gedächtnis rufen kannst, desto länger wird dir der Monat oder das Jahr vorkommen. Dadurch fühlt es sich so an, als wäre die Zeit langsamer vergangen und als hättest du mehr Zeit zur Verfügung gehabt.

Du musst also nicht gleich dein komplettes Leben umkrempeln. Oft sind es schon kleine Veränderungen, die eine große Wirkung haben. Welche kleine Veränderungen kannst du in deinem Leben vornehmen?


Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.
– Cicely Saunders
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