Grüne Smoothies: Das solltest du über sie wissen

Grüne Smoothies sind voll im Trend. Im Netz und in Zeitschriften wimmelt es nur so von Rezepten. Ob als Frühstücks-Smoothie, Smoothie-Bowl oder doch ein Grüner Smoothie mit Spinat alle sind sich einig, er ist gesund. Doch warum überhaupt? Und ist grünes Gemüse wirklich wichtig?

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Was sind Grüne Smoothies überhaupt?

Grüne Smoothies sind grundsätzlich einfach nur Obst, Pflanzengrün und Wasser in einem Mixer zusammen püriert. Ein Gemisch aus Früchten, Gemüse und Wasser also.

Das ist erst mal nichts, was man nicht auch sonst zu sich nehmen könnte und hört sich für den ein oder anderen unter Umständen auch gar nicht so attraktiv an.

Das Besondere ist jedoch die Zubereitung sowie die einfache und leckere Möglichkeit, an viele benötigte Nährstoffe zu kommen.

 

Die Geschichte der Grünen Smoothies - Was ist die Idee dahinter?

Auch wenn sicherlich schon viele zuvor Obst und Pflanzengrün in einen Mixer getan haben, gilt Victoria Boutenko als Erfinderin der Grünen Smoothies.

Ihre gesamte Familie litt lange unter den verschiedensten Gesundheitsbeschwerden wie Arthritis, Schilddrüsenüberfunktion, Herzkrankheiten, Asthma, Diabetes und andere chronische Erkrankungen. Unzählige Arztbesuche erbrachten keine wirkliche Besserung. Irgendwelche Medikamente sollten die Symptome mindern, eine Heilung war nicht in Aussicht.

Boutenko suchte nach Alternativen. Wenig überraschend, sie machte die Ernährung der Familie als einen wesentlichen Einflussfaktor aus. In Windeseile stellte sie die Ernährung der Familie auf Rohkost um. Die anfängliche Skepsis verschwand sehr schnell. Nach nur wenigen Monaten reduzierten sich die Beschwerden und Einschränkungen sämtlicher Familienmitglieder in einem Maße, von dem niemand gewagt hätte zu träumen.

Trotz der unglaublichen Erfolge hatten Victoria und ihr Mann irgendwann den Eindruck, dass ihnen etwas fehle. Sie analysierten ihre damalige Ernährung und verglichen sie mit der unserer nächsten Verwandten, den Schimpansen. Dabei stellten sie fest, dass sie im Vergleich deutlich weniger grünes Blattgemüse aßen. Schimpansen essen jede Menge Blätter und Wildpflanzen in großer Vielfalt, oft zusammen mit Früchten. Außerdem kauten die Schimpansen ihre Nahrung deutlich länger, um eine bessere Verdauung zu gewährleisten. Boutenko wollte diese beiden Punkte in ihrer zukünftigen Ernährung mit einbeziehen.

Da jedoch keiner in der Familie wirklich Blattgemüse mochte,  bediente sie sich eines einfachen Tricks. Sie mischte Pflanzengrün, Früchte und Wasser in einem Mixer. Das Ergebnis war - überraschenderweise - lecker. Seit dem gehören Grüne Smoothies auf ihren täglichen Speiseplan.

Lies ihre gesamte Story und Entdeckungen in ihrem Buch: Green for Life von Victoria Boutenko.


Warum sind grüne Blätter so gesund?

Bei der Bewertung geht es vor allem um den Nährstoffgehalt. Besonders der Mikronährstoffgehalt von grünem Blättern ist deutlich höher als der unserer üblichen Grundnahrungsmittel.

Grüne Blätter liefern besonders viele wichtige Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe und im Verhältnis zu ihrer Kaloriendichte auch hochwertige Eiweiße.

Aber nicht nur ihr Gehalt an Makro- und Mikronährstoffen ist besonders hoch. Sie sind eine optimale Quelle für wichtige Sekundäre Pflanzenstoffe. Sekundären Pflanzenstoffen wird leider oft kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Sie sind jedoch in zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, so wirken sie z.B. als Antioxidantien im Kampf gegen Freie-Radikale.

Es ist also das Pflanzengrün im Grünen Smoothie, was ihn so gesund macht. Ein hoher Anteil von grünen Blättern sollte in jeder Ernährungsweise berücksichtigt werden. Aber nicht nur die Zutaten des Grünen Smoothies machen ihn so besonders.

Um ein paar Beispiele für grüne Blätter zu nennen:

  • Kulturgemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohl, Schwarzkohl, Rucola, aber auch die Blätter von Roter Beete, Radieschen, Kohlrabi, Karotten, Brokkoli, Blumenkohl
  • Wildgemüse wie Löwenzahn oder Giersch
  • Kräuter wie Petersilie, Basilikum, Oregano, Minze, Dill usw.
  • Aber auch Blätter von Bäumen oder Sträuchern

Es muss also ganz und gar nicht exotisch sein. Es gibt so viele saisonale uns regionale Lebensmittel, die wir einkaufen können.


Warum ist das Mixen so wichtig?

Selbstverständlich muss man grünes Blattgemüse nicht in den Mixer hauen, um es zu essen. Keine Sorge, ein schöner Salat gehört weiterhin auf den Speiseplan.

Schließlich können wir auch so unsere Nahrung zerkleinern und für unseren Körper verfügbar machen. Durch Kauen - möglichst ausgiebig und lange. Und hier ist schon das erste Problem. Die wenigsten Menschen kauen ihre Nahrung genügend. Meistens wird das Essen nebenbei zu sich genommen und dann in aller Eile heruntergewürgt.

Jeder musste sich bestimmt schon mal übergeben und hat überraschend feststellen müssen, was für große Stücke rauskommen. Genau davon rede ich.

Im Mixer wird alles sehr fein zerkleinert, wodurch ein überaus gründliches Kauen imitiert wird. Hochleistungsmixer zerstören auch noch die Zellwände und machen so viele wichtige Sekundäre Pflanzenstoffe für uns überhaupt verfügbar. Durch normales Kauen gelingt uns dies nur bedingt.

Die Aufnahme der Nährstoffe kann also verbessert werden, wenn wir die Lebensmittel zuvor in den Mixer schmeißen. Es ist dann immer noch die Frage, wie viel wir von dem, was wir uns zuführen, auch wirklich aufnehmen. Aber je leichter wir die Aufnahme dem Körper im Vorfeld machen, desto besser.


Vorteile und Nachteile von Grünen Smoothies im Überblick

Vorteile

Grüne Smoothies sind ....

  • eine einfach Möglichkeit, viel grünes Blattgemüse zu sich zu nehmen. Auch wenn man keinen Salat und Ähnliches mag.
  • Nährstoffbomben. Sie bieten einen enorm hohen Nährstoffgehalt besonders im Verhältnis zu ihren Kalorien.
  • sättigend und helfen beim Abnehmen
  • basisch und können so helfen, den Säure-Basen-Haushalt zu normalisieren.
  • durch das Mixen besonders gut für den Körper aufzunehmen. Die Verfügbarkeit der Nährstoffe wird optimiert.
  • schnell und einfach zuzubereiten. Ohne viel Abwasch!
  • eine gute Zwischenmahlzeit - auch für unterwegs. Einfach in eine geeignete Trinkflasche gefüllt und mitgenommen.
  • sehr bekömmlich. Durch das Mixen wir der Smoothies quasi vorverdaut und kann so leicht vom Körper aufgenommen werden. Es kommt natürlich stark darauf an, was und wie viel man in den Smoothie tut.
  • schmecken gut. Ist man erst mal auf den Geschmack gekommen, schmecken sie wirklich gut. Langsam ran tasten!


Nachteile?

  • Ein Hochleistungsmixer ist nicht billig. Aber die Anfangsinvestition rentiert sich relativ schnell.
  • Gerade beim Anfang schmecken sie vielen nicht (unbedingt “Anfänger”-Smoothies probieren).


Grüne Smoothies gehören für mich täglich auf den Speiseplan. Falls du noch nicht überzeugt bist, gib nicht zu schnell auf, sondern taste dich langsam heran. Du weißt nicht genau wie? So gelingt der Einstieg mit Grünen Smoothies!

Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

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