Hightech Tools für einen gesünderen Alltag?

Ständig kommen neue Tools auf den Markt. Eine neue Entwicklung hier. Eine Verbesserung dort. Hightech hat schon längst den Gesundheitsmarkt erobert. Doch ist das eine gute Entwicklung? Werden wir dadurch wirklich gesünder? Sind wir dadurch wirklich glücklicher?

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Technischer Fortschritt ist nicht immer ein Fortschritt

Natürlich profitieren unzählige Personen täglich vom technischen Fortschritt. Alleine in Krankenhäusern sind so effizientere Behandlungen und Diagnosen möglich. Doch man sollte vorsichtig sein: Nicht immer ist eine neue Entwicklung auf wirklich für den Patienten besser, wie zum Beispiel die Dokumentation The Bleeding Edge – Das Geschäft mit der Gesundheit zeigt.

Ganz allgemein lässt sich also schon mal festhalten: Technischer Fortschritt muss nicht immer gut sein. Richtig eingesetzt, kann er jedoch enorme Möglichkeiten eröffnen. Wie sieht es bei uns im Alltag aus? Hilft uns Hightech im Alltag wirklich, ein gesünderes Leben zu führen?


Hightech für den Alltag

Gerade aus dem Bereich des Biohackings stehen uns immer mehr Produkte zur Verfügung. Für die meisten ist es weder möglich einen Überblick über die riesige Auswahl zu behalten, noch zu bewerten, was denn überhaupt sinnvoll sein könnte.

Tools wie Oura-Ring (ein Ring zur Schlagoptimierung), EarthPulse (Schlafoptimierung durch elektromagnetische Felder) oder Vielight (mit Photobiologie unser Gehirn hacken) wirken eher wie aus einem Science-Fiction-Film. Doch es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis auch solche und ähnliche Produkte immer normaler werden.

Natürlich muss es gar nicht so futuristisch werden. Schon lange wurden auch alltägliche Dinge vom technischen Fortschritt erfasst. Lass uns daher einige Dinge betrachten, mit denen die meisten von uns heutzutage alltäglich in Berührung kommen.


Einige Produkte unter der Lupe

Die folgenden Dinge sind einfach nur als wahllose Beispiele zu sehen. Jeder wird ohne Schwierigkeiten viele weitere Fälle in seinem Alltag finden.


Der Tisch

Ein normaler Tisch gilt schon lange nicht mehr als wirklich förderlich für die Gesundheit. Spätestens nach der Veröffentlichung des Buches Sitzen ist das neue Rauchen ist das Thema in die breite Öffentlichkeit gerückt.

Es sollte also möglichst ein höhenverstellbarer Tisch sein. So lässt sich der Arbeitsplatz auf die eigene Anatomie anpassen. Weiterhin kann man immer wieder die Position wechseln.

Doch warum darauf beschränken? Den meisten Personen ist bewusst, dass sie sich zu wenig bewegen und gleichzeitig zu viel Zeit vor dem Schreibtisch verbringen. Die Lösung? Ein Walkdesk. Eine Mischung aus Schreibtisch und Laufband – oder eher Gehband.

Solch ein Walkdesk kann für so manch einen eine willkommene Lösung darstellen, endlich mehr Schritte am Tag zurückzulegen. Natürlich gibt es noch viele andere weit aus günstigere Möglichkeiten, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.


Das Fahrrad

Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, kann eine dieser Möglichkeiten sein, sich mehr zu bewegen. Letztendlich macht es kaum einen Unterschied, ob man ein wenig länger unterwegs ist. Je nach Strecke und Verkehr dauert es sogar nicht länger als mit dem Auto. Doch anstatt einfach nur hinter dem Steuer zu sitzen, tut man gleich etwas für die eigene Fitness. Von der Umwelt ganz zu schweigen.

Vielen ist die körperliche Belastung jedoch zu hoch. Entweder ist der Fahrtweg zu lang oder man möchte nicht verschwitzt auf der Arbeit ankommen. Eine gute Lösung für diese Probleme bieten E-Bikes. Je nach Modell und Einstellung nehmen diese einem die Arbeit nicht vollständig ab, sondern unterstützen lediglich. So bleibt ein Trainingseffekt erhalten und die körperliche Belastung kann individuell angepasst werden. Ein guter Kompromiss aus beiden Welten.


Die Uhr

Smartphones gehören für die meisten schon zum festen Bestandteil des Alltags.  Aber auch eine Smart-Watch gesellt sich immer häufiger dazu. Mit verschiedenen Anwendungen lässt sich das eigene Verhalten messen und auswerten. Dadurch kann es einfacher sein, das eigene Verhalten im gewünschten Maße zu verändern.

Gerade im Bereich Sport kann der kleine Minicomputer am Armband einen großen Betrag zur Leistungsdiagnostik betragen. Dies bringt viele Möglichkeiten, die sonst nur mit viel Aufwand und Kosten in Verbindung wären, in die Hände von vielen Freizeitsportlern.


Der Bildschirm

Viele Personen verbringen etliche Stunden täglich vor dem Bildschirm. Gerade Büroangestellte haben im Prinzip keine andere Alternative. Neben Faktoren wie Bewegungsmangel und einer ungünstigen Körperstatik können sich noch weitere Herausforderungen wie eine eingeschränkte Augengesundheit ergeben, die sich negativ auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken.

So kann unsere Augengesundheit stark unter den typischen Arbeitsteilungen im Büro leiden. Doch auch hier kann ein moderner Monitor zumindest für bessere Bedingen sorgen. Eine gute Monitorgröße, ein verstellbarer Blaulichtanteil, automatisch variierende Helligkeit und ein stabiles Bild sind dabei einige Faktoren. Wer beim Kauf eines Monitors auf solche Dinge achten, tut sich selbst etwas Gutes. Inzwischen gibt es einige Firmen, wie zum Beispiel Benq die gute Monitore auch zum bezahlbaren Preis anbieten.


Unser Essen

Natürlich macht die Entwicklung auch vor unserem Essen nicht halt. Grundsätzlich halte ich davon nicht so viel. Letztendlich sollten wir immer noch Lebensmittel zu uns nehmen. Unverarbeitet Lebensmittel sollten also immer ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Damit hat man schon mal eine Grundlage für eine gesunde Ernährung berücksichtigt.

Doch gerade bei der Zubereitung kann so mancher technischer Küchenhelfer sehr sinnvoll sein. So gehört ein vernünftiger Hochleistungsmixer eigentlich in jede Küche. Ein gesünder, grüner Smoothie kommt dann schon fast vorverdaut auf den Tisch – also doch Hightech Essen.


Lohnt sich der Kauf solcher Geräte?

Viele der fortschrittlichen Produkte kommen mit einem stolzen Preis. Da kommt natürlich die Frage auf: "Lohnt sich der Kauf?". Diese Frage lässt sich allgemein nicht wirklich beantworten. Es hängt immer von der Situation und natürlich vom Produkt selbst ab.

Lohnt sich ein Mixer für 800€? Für mich schon. Weiterhin wäre ein vernünftiger Mixer sicherlich auch eine gute Invention für sehr viele Menschen. Natürlich würde für die allermeisten auch eine günstigere Variante reichen. Ansonsten muss man ihn natürlich überhaupt nutzen …

Wie immer bringt eine Sachen einem nur etwas, wenn man sie auch nutzt oder tut. Das beste Produkt wird dir nichts nützen, wenn es nach wenigen Wochen nur noch in der Ecke steht. Von daher sollte jeder Kauf wohlüberlebt sein.


Was tue ich, wenn ich das Geld nicht habe?

Die logische Antwort: Nichts kaufen. Doch das mag für viele nicht unbedingt praktisch sein. Trotzdem möchte ich diese Option nochmal betonen.

Eine andere Möglichkeit bietet ein Kredit – ob von Familie, Freunden oder einer Bank bleibt erstmal offen. Grundsätzlich bin ich kein Fan davon, einen Kredit aufzunehmen. Doch wenn man das Ganze als eine Investition in die eigene Gesundheit betrachtet, dann kann es schon anders aussehen. Da kann es schon empfehlenswert sein, dass E-Bike jetzt zu kaufen, anstatt 2 Jahre darauf zu sparen.

Am Ende muss man selbst kalkulieren. Gerade im Fall eines E-Bikes kann es sich jedoch schnell lohnen. Wer nicht sofort das eigene Auto verkaufen möchte, kann trotzdem sparen, indem er sich solch ein Fahrrad zulegt und so Benzinkosten spart. Wirklich gute Räder gibt es bereits für wenige Tausend Euro. Einen Kreditvergleich gibt es inzwischen sogar speziell für E-Bikes (und andere Produkte), sodass sich schnell das besten Angebot finden lässt. Aber bitte vorher genau überlegen, ob diese Invention auch wirklich sinnvoll ist.


Fazit

Wir werden mit immer mehr technischen Geräten konfrontiert, die versprechen unseren Alltag besser und leichter zu machen. In vielen Fällen kann dies wirklich so sein. Doch es lohnt sich, zweimal zu schauen. Nicht immer macht es unseren Alltag wirklich besser bzw. ist wirklich förderlich für unsere Gesundheit.

So lässt sich manchmal auch eine günstige und einfachere Alternative finden. Statt Hightech Monitor greift man zur Blaulichtblocker-Brille oder statt einem Walkdesk tut es vielleicht auch ein Stehtisch und regelmäßig aktive Pausen. Welche Option nun die passende für einen ist, darf jeder selbst herausfinden. Manchmal macht Hightech auch einfach nur Spaß. Das ist auch völlig in Ordnung. Doch dabei sollten wir uns immer bewusst machen, dass neuer und teurer definitiv nicht immer besser heißt.

Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

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