Hör auf, dir Ziele zu setzen. Mache stattdessen, was bei dir funktioniert

Ziele zu setzen, kann hilfreich und wichtig sein. Wenn es bei dir funktioniert, super. Mach weiter damit. Aber vielleicht bringen sie dir weniger, als du denkst. Vielleicht sind deine Ziele sogar der Grund dafür, dass du kaum Fortschritte machst.

Wenn du dich zu sehr auf deine Ziele konzentrierst, kann es schnell passieren, dass sie dich dabei behindern, sie zu erreichen.

Oft sind Ziele – selbst oder vor allem, wenn sie spezifisch und messbar formuliert sind – sehr abstrakt. Es ist etwas, dass irgendwie in der Zukunft liegt. Kein Wunder, dass es so schwer ist, sich zu motivieren. Außerdem können sie schnell einen negativen Druck erzeugen. Eigentlich sollte die Verfolgung deiner Ziele Spaß machen und nicht zu einer weiteren Verpflichtung werden.

 

Was ist die Lösung?

Konzentriere dich stattdessen auf den Prozess und nicht auf das Ziel. Das heißt nicht, dass du dir nichts vornehmen solltest. Trotzdem solltest du Ziele haben und dir überlegen, wie du sie erreichst. Aber wenn du dich einfach auf den täglichen Prozess konzentrierst, passiert etwas Verblüffendes. Plötzlich wird alles viel konkreter. Du nimmst der ganzen Sache ihren Ernst und es wird zur täglichen Mission, deine neue Verhaltensweise umzusetzen.

Wenn du z.B. abnehmen möchtest, konzentriere dich nicht darauf, dass du in 3 Monaten 10 kg weniger wiegen möchtest. Fokussiere dich stattdessen auf den täglichen Prozess - auf deine tägliche Ernährung und dein regelmäßiges Training.

 

Es fällt dir so leichter, klügere Entscheidungen zu treffen


Zum Beispiel wenn du dich während einer Ernährungsumstellung nach einem Lebensmittel sehnst, welches du eigentlich nicht mehr essen willst. Bevor du dich die ganze Zeit quälst und dich am Ende eine Ess-Attacke überkommt, kannst du einfach ohne Reue ein bisschen davon essen - da du dich nicht starr auf ein Ziel konzentrierst, sondern weitreichender denkst. Durch die andere Sichtweise kannst du selbst kleine Fortschritte mehr wertschätzen und Rückschläge gehören auch irgendwie dazu. Schließlich ist ein Prozess selten völlig linear. Am Ende gelingt dir so eine vollständige Umstellung vielleicht sogar besser.

Aber auch falls du dich zum Beispiel beim Training nicht gut fühlst und nicht mehr konzentriert bist. Anstatt deinen festen Plan - mit deinem Ziel im Hinterkopf - durchzuziehen, kannst du den Rest der Trainingseinheit etwas moderater beenden und so möglicherweise einer Verletzung vorbeugen.

Ziele sind wichtig. Doch viel wichtiger ist der Prozess.

Verliebe dich in den Prozess und erreiche deine Ziele nebenbei.

Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

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