Kombucha ansetzen: Powergetränk selber herstellen

Jeder kann ganz einfach selbst Kombucha ansetzen. Es ist absolut nicht kompliziert und beansprucht auch nicht viel Arbeit. Mit dieser Anleitung gelingt es dir auch, das leckere und gesunde Getränk selbst zu machen.

Zutaten

Hinweis: Der Kombucha Pilz darf nie in Berührung mit Metall kommen!

Zubereitungszeit: 15 min
Gärzeit: 5 – 8 Tage
Schwierigkeitsgrad: einfach
Portionen: 5

Küchenutensilien

  • 1 großes Gärgefäß bzw. Schale (Glas, Porzellan, Ton oder lebensmittelechtem Plastik, KEIN Metall) für die entsprechende Menge Kombucha (zunächst ca. 1 – 2 l)
  • 1 luftdurchlässiges Tuch (ohne kleine Löcher) oder 1 Lage Küchenpapier zum Schutz vor Obst- und Essigfliegen
  • Festes Gummiband
  • 1 Sieb
  • 1 Trichter
  • 1 Flasche zum Abfüllen des fertigen Getränks

Alternativ: Starter-Set mit allen benötigten Utensilien

Herstellung Kombucha


  1. 1 – 2 l gefiltertes Wasser zum Sieden (Kochen) bringen
  2. 1 Eßl. Schwarzertee mit dem Wasser aufgießen
  3. Den Zucker im Wasser auflösen
  4. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (bei heißem Wasser stirbt der Kombucha)
  5. Den abgekühlten Tee durch das Sieb in das Gärgefäß gießen, sodass die Teeblätter aufgefangen werden. In dem Gefäß sollte noch ca. 300 – 400 ml Platz sein.
  6. Kombuchapilz samt Ansatzflüssigkeit mit der hellen Seite nach oben in das Gärgefäß geben
  7. Nun mit dem Tuch und einem Gummi die Öffnung des Gefäßes verdecken, sodass keine Fliegen rankommen können und trotzdem genügend Luft rankommen.
  8. Nun an einem ruhigen, warmen Ort (Zimmertemperatur) für je nach Geschmack für 5 – 14 Tage (Empfehlung 5 – 6 Tage) den Kombucha gären lassen. In der Zeit nicht mehr bewegen.
  9. Nach der passenden Zeit den Kombucha mit einem geeigneten Instrument (kein Metall) aus dem Gärgefäß nehmen, mit kühlem Wasser abspühlen und in eine saubere Schale geben. Anschließend ca. 200 ml des fertigen Getränks als Ansatzflüssigkeit für das nächste Mal hinzugießen.
  10. Die restliche Flüssigkeit durch ein Sieb gießen. Fertig ist dein eigenes Kombucha-Getränk!


Dann kann man wieder von vorne beginnen!

Bitte achte darauf immer gut gesäuberte Utensilien zu nutzen und deine Hände vorher gründlich zu waschen. Durch ein hygienisches Arbeiten sorgst du für einen gesunden Pilz von dem dann du lange etwas hast.


Der richtige Standort

  • Kein direktes Sonnenlicht
  • Licht ist in Ordnung, die Fermentation sollte auch im Dunkeln klappen
  • Kein Zigarettenrauch. Kein Dampf vom Kochen usw.
  • Nicht direkt neben Pflanzen und Lebensmittel. Diese sind potenzielle Schimmelquellen, die Keime und Sporen auf den Kombucha übertragen könnten.
  • Temperatur: 18 – 30°C. Zu kalt: Fermentation findet nicht bzw. nur sehr langsam statt. Zu warm: der Pilz könnte absterben.
  • Langzeitlagerung: Im Kühlschrank mit etwas mehr Zucker kann der Kombucha Pilz auch für mehrere Monate gelagert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es zu keine Schimmelbildung kommt. Normalerweise kommt dies jedoch nicht vor.


Der richtige Tee

Am besten ist schwarzer Tee mit seinem hohen Gehalt an Gerbstoffen und Purinen geeignet. Hierin wächst der Pilz am besten und bilden die meisten gesundheitsfördernen Stoffe wie Milch- und Gluconsäure. Generell sollte möglichst auf keine aromatisierten Tees wie z.B. Early Grey zurückgegriffen werden.

Alternativ eignet sich auch grüner Tee sehr gut. Grundsätzlich kann man auch viele Kräutertees verwenden, solange diese keinen hohen Anteil an ätherischen Ölen wie z.B. Pfefferminztee besitzen. Es empfiehlt sich dann immer etwas schwarzen Tee beizumischen.

Gut zu Wissen: Der Tee sollte übrigens lange ziehen, damit sich viel Stickstoff lösen kann, der vom Pilz verstoffwechselt wird.

Zucker im Kombucha?!

Zur Herstellung von Kombucha wird eine Menge Zucker verwendet. Dieser dient dem Pilz als Nahrung und ist nicht zum Süßen gedacht. Je nachdem wie lange man den Kombucha stehen lässt, verringert sich der Zuckergehalt bis irgendwann nichts mehr vorhanden ist. Ich verwende normalen Haushaltszucker. Theoretisch sollte es auch mit anderen sollten auch andere Zuckersorten möglich sein. Doch von verschiedenen Quellen habe ich von nicht ganz so guten Ergebnissen gehört. Dies liegt wohl daran, dass andere Zucker wie Rohrzucker oder Kokoszucker einfach nicht so ‘rein’ sind.

Die Zuckermenge kann man individuell variieren. Bei mehr Zucker kann der Pilz auch besser gedeihen. Dafür kann das Getränk dann aber auch saurer werden. Bei zu wenig Zucker hat der Kombucha zu wenig Nahrung.

Kombucha ansetzen
Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

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