Wie du herausfindest, was wirklich wichtig im Leben ist [selbst wenn du dich momentan total verloren fühlst und keine Lebensziele hast]

Was willst du im Leben? Hast du Lebensziele? Oder weißt du nicht, was du willst? Schließlich gibt es so viele Optionen. Wie soll man sich da nur entscheiden können? Der Versuch, herauszufinden, was man wirklich will, kann extrem anstrengend und ermüdend sein. Doch es lohnt sich.

More...

Ich möchte dir eine kleine Unterstützung anbieten. Einen Rahmen bieten. Einen Weg, wie du selber herausfinden kannst, was du wirklich willst. Bist du bereit?


Hör auf, den Sinn des Lebens zu suchen

Du möchtest also deine Lebensziele finden und erreichen?

Was meinst du, wie du sie findest? Indem du einen Artikel liest?

Wahrscheinlich nicht. Lass uns ein paar Schritte zurückgehen: Wie kommt es eigentlich, dass wir Menschen uns so sehr nach einem Sinn im Leben sehnen? Nach Bedeutung. Einem Ziel. Einer Bestimmung.

Manchmal frage ich mich, ob diese Suche nicht nur ein Vorwand ist, um nicht handeln zu müssen. “Solange ich noch nicht weiß, was ich wirklich will, kann ich auch nichts machen”.


Warte nicht. Hör auf zu suchen.


Ist es nicht extrem, welch enormen Druck wir uns selber machen? Wenn wir meinen, dass wir ‘nur’ unsere Passion finden müssen. Nur das finden, was wir wirklich im Leben wollen. Nur den einen und wirklichen Grund für unsere Existenz.

Lass den Druck los. Lass die Erwartung los. Lass es einfach sein. Alles kommt schon zur richtigen Zeit.


Wir verlangen, dass Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.
– Hermann Hesse



Die 3 Schritte zu deinen Lebenszielen

Egal wie alt du bist: Dinge werden sich verändern. Du wirst dich verändern.

Denke nur an die letzten Jahre, inwiefern du dich verändert hast.

Ist es nicht ein wenig verrückt, zu meinen, wir könnten jetzt etwas finden, was uns für den Rest unseres Lebens begleitet? Etwas, dessen Bedeutung immer gleich groß bleiben wird. Wozu machen wir uns den Stress?

Wäre es eine andere Herangehensweise nicht besser? Anstatt danach zu suchen, was wir im Leben wirklich wollen, könnten wir uns fragen, was wir jetzt wollen und tun können.

Ich möchte dir einen Weg vorschlagen, wie du dich mehr Sinn und Bedeutung in dein Leben bringen kannst. Wie du dich deinen Lebenszielen nähern kannst. Es ist ein Angebot. Schau, ob und inwiefern diese Schritte zu dir und deiner momentanen Situation passen. Es ist ein einfaches und universell einsetzbares System.

Es sind 3 Schritte:

  1. Erkunden
  2. Eliminieren
  3. Umsetzen


Erkunden


Deine Aufgabe ist nicht die Liebe zu suchen, sondern nur all die Hindernisse in dir zu suchen und zu finden, die du dagegen aufgebaut hast.
– Rumi


Wo stehst du gerade?

Frage dich komplett ehrlich: Wo befindest du dich gerade? Wie ist deine Lebenssituation? Verfalle weder in Selbstmitleid noch in übermäßigen Stolz.

Mach einfach eine Inventur von dem Leben.

Wenn du irgendwo hin möchtest, sei realistisch und ehrlich darüber, wo du gerade bist. Wenn du herausfinden möchtest, was du wirklich willst, ist es überaus sinnvoll, erstmal zu schauen, wie deine momentane Situation ist.


Sei ehrlich mit dir, wo du momentan stehst.
Doch träume riesig darüber, wo du hin möchtest.


Identifiziere die Kernbereiche deines Lebens

Ist dir bewusst, welche Themen und Bereich dir in deinem Leben besonders wichtig sind? Ist dir bewusst, wie zufrieden du in diesen Bereichen bist?

Oftmals nehmen wir an, wir wüssten, wie es um unser Leben steht. Schließlich ist es ja unser Leben. Doch wenn wir uns nie wirklich die Zeit nehmen, um uns mit unserem Leben auseinanderzusetzen, wie können wir dann erwarten, es zu wissen?

Um herauszufinden, wie wichtig dir die einzelnen Bereiche deines Lebens sind, musst du erstmal schauen, welche es überhaupt gibt.

Ich habe dir 10 Kernbereiche deines Lebens vorgeschlagen. Fühle dich frei, weitere zu ergänzen oder einige abzuwandeln.

  1. Karriere
  2. Gesundheit
  3. Familie
  4. Freunde
  5. Spiritualität
  6. Persönliche Entwicklung
  7. Finanzen
  8. Spaß
  9. Liebe
  10. Wohltätigkeit


Als nächstes kannst du dir bewusst machen, wie wichtig dir diese einzelnen Bereiche sind. Bewerte jeden einzelnen Bereich auf einer Skala von 1 – 10. Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist. Lass dir ruhig Zeit damit.

Als nächstes kannst du dir bewusst werden, wie zufrieden du momentan in den einzelnen Bereichen deines Lebens bist. Bewerte die einzelnen Bereiche wieder auf einer Skala von 1 – 10. Diesmal bezüglich deiner Zufriedenheit.

Nachdem du dir so bewusst gemacht hast, welche Bereiche dir wichtig sind und wie zufrieden du in den einzelnen Bereichen bist, hast du schon mal einen guten Anfangspunkt.

Überrascht dich das Ergebnis? Passt die Zufriedenheit zu der Wichtigkeit in den einzelnen Bereichen? Du solltest dich vor allem auf die Bereiche fokussieren, die dir besonders wichtig sind. Deine Lebensziele stecken vielleicht in diesen Bereichen.

Wäre es nicht schön, wenn du in diesen Bereichen auch am zufriedensten bist? Sicherlich wäre es das. Wie? Da kommen wir schon hin. Kein Eile.


Wo willst du hin?

Jetzt hast du zumindest eine Ahnung davon, welche Bereiche deines Lebens dir wichtiger sind als andere. Auch wie zufrieden du mit diesen Bereichen bist. Nun kannst du dir Gedanken machen, wo du eigentlich hin willst.

Was müsste passieren, damit du in den wichtigen Bereichen – vielleicht sogar alle? – zufrieden bist? Oder sogar wirklich glücklich?

Was müsstest du haben? Was müsstest du tun?

Überlege dir, wie dein Leben in den einzelnen Bereichen aussehen könnte, damit du zufrieden wärst.

Schränke dich nicht ein. Egal, ob etwas erstmal unrealistisch aussehen mag oder nicht. Lass dich davon nicht einschränken. Überlege. Träume. Wünsche. Es geht darum, dass du ein Bild bekommst. Eine Vorstellung. Einfach erstmal nur eine Idee.

Schreib dir am besten alles auf. Du kannst sehr detailliert und genau sein oder einfach nur Stichpunkte aufschreiben. Du kannst immer wieder zu dieser Übung zurückkehren. Es gibt also kein Grund, es jetzt perfekt machen zu wollen. Hauptsache du findest etwas für dich.

Bist du gefühlt deinen Lebenszielen immer noch nicht wirklich weiter? Bist du dir unsicher, was dir Spaß macht? Lass uns einen Schritt zurückgehen. Dann bist du absolut nicht alleine.


Exkurs: Wie finde ich meine Leidenschaft?

So findest du deine L eidenschaft nicht: Du überlegst dir, was deine Leidenschaft sein könnte. Schreibst viele Möglichkeiten auf. Unterhältst dich mit anderen über ihre Leidenschaft.

Dann kommst du zum Schluss, dass dich nichts wirklich umhaut. So findest du deine Leidenschaft wahrscheinlich nicht.

Dieser Ansatz mag ein guter Anfang sein, doch es reicht bei weitem nicht aus, sich nur Gedanken zu machen.

Nur allzu oft, versuchen wir zwanghaft eine Leidenschaft zu finden. Schließlich sollte jeder heutzutagen etwas haben, was ihn so wirklich begeistert. Eine Passion. Richtig?

Wirklich? Warum? Warum schon wieder der ganze Stress? Natürlich ist es schön, etwas zu haben, wofür man brennt. Bei dem einem das Herz aufgeht. Man die Zeit vergisst. Doch es ist auch völlig in Ordnung, wenn wir das nicht haben. Nicht jeder braucht eine Passion.

Wenn du nun aber herausfinden möchtest, was dich so richtig begeistert, führt kein Weg an einer Sache vorbei: Du musst ausprobieren. Du musst es selber machen.

Erst wenn du etwas selber ausprobiert hast, kannst du herausfinden, ob es etwas für dich ist. Zuvor kannst du nur mutmaßen. Wer also nur überlegt, was es alles geben könnte, wird wahrscheinlich nicht fündig. Weder in Sachen Lebensziele noch in anderen.


Befreie dich von einschränkenden Gedanken

Ob du deine Leidenschaft finden möchtest, Lebensziele angehen oder einfach etwas Neues beginnen möchtest, eine Sache wird dich immer zurückhalten: Negative Einstellungen und Gedanken.

Während wir aufwachsen, kommen wir mit unglaublich vielen Meinungen in Berührung. Viele davon prägen unser Denken sehr stark. Dabei auch unsere Meinung über uns selber und unsere Fähigkeiten. Was wir gut können und was nicht. Wie wir Dinge angehen.

Wir wachsen auf und werden dazu ermutigt, uns ständig mit anderen zu vergleichen und zu konkurrieren. Sei es in der Schule, während der Arbeit, durch die Eltern, die Medien usw.

Das Problem: Es gibt immer Menschen, die etwas besser können als wir. So kann es schnell passieren, dass man in ein Gedankenmuster verfällt, dass es sich gar nicht lohnt etwas zu beginnen. Schließlich wird man nie so gut wie diese Person sein.

Gleichzeitig kann es schnell passieren, dass wir ein starres und unveränderbares Bild von uns und unseren Fähigkeiten bekommen. In der Schule müssen wir noch viel lernen. Doch spätestens im Arbeitsalltag nimmt es dann oft dramatisch ab. Wir lernen nur noch wenig und verändern uns kaum. Doch so muss es natürlich nicht sein. Wir können uns dramatisch verändern. Lernen und neue Fähigkeiten entwickeln. Auch im hohen Alter. Wir müssen es nur tun.

Anstatt also ein begrenztes Bild von uns zu haben, sollte es lieber flexibel sein. Wir sollten uns als Mensch sehen, der wächst und sich verändern kann. Lass dich nicht von inneren Glaubenssätzen begrenzen. Du hast die Möglichkeit, deine Fähigkeiten durch Lernen und Praxis zu entwickeln.


Vergiss, was du über Glück denkst

Du möchtest glücklich werden? Dann vergiss, was du über Glück weißt. Was du meinst, wie man glücklich wird.

Ähnlich unserem starren Bild über uns selbst, entwickeln wir oft ein starres Bild von einem glücklichen Leben. Ständig wird uns erzählt, was man alles für Glück braucht.

Eigentlich wissen wir, dass uns mehr Geld, eine Karriere, mehr Sachen nicht glücklich machen werden. Trotzdem verfallen so viele diesem Weg.

Gleichzeitig neigen viele Menschen dazu, Glück durch kurzfristige Befriedigung erreichen zu wollen. Atemberaubende Erlebnisse, Abenteuer, Party usw. Stattdessen sollten wir uns auf langfristige Freude fokussieren. Was uns von innen heraus glücklich macht.

Das können Sachen sein, die uns mit Stolz erfüllen. Für die wir arbeiten und Herausforderungen überwinden müssten. Das können aber genauso gut die kleinen Dinge im Leben sein.

Finde heraus, was dich glücklich macht. Was dich mit Freude erfüllt. Wichtig ist, dass du dich vom Bild anderer löst und es für dich herausfindest.


Löse dich von deiner Vorstellung, wie Lebensziele zu sein haben.


Finde dein Warum

Wenn wir nach unseren Lebenszielen und unserer Leidenschaft suchen, suchen wir meistens danach ‘was’ wir machen. Doch stattdessen sollten wir uns erst fragen, warum wir etwas machen.

In seinem Buch Frag immer erst: warum erläutert Simon Sinek, dass erfolgreiche Firmen ihr ‘Warum’ wissen und beibehalten. Wenn ein Unternehmen sein ‘Warum’ beibehält und kommuniziert, kann es so seine Mitarbeiter und Kunden langfristig inspirieren und erfolgreich bleiben. Gleichzeitig bleibt es dadurch innovationsfähig.

Doch nicht nur Unternehmen sondern auch du solltest dir deinem ‘Warum’ bewusst sein. So verhinderst du, dass du dich irgendwann fragst: Warum mache ich das Ganze eigentlich? Denn es kann so schnell passieren, dass etwas zum Selbstläufer wird.

Wir verfolgen hartnäckig ein Ziel – unser Lebensziel – und irgendwann wissen wir gar nicht mehr warum. Gleichzeitig ist es viel einfacher und sinnvoller sein ‘Wie’ und ‘Was’ zu finden, wenn man zuvor sein ‘Warum’ weiß. Also frage dich: Warum möchtest du etwas bestimmtes tun? Warum möchtest du etwas verändern? Was inspiriert dich? Finde dein ‘Warum’.


Lerne. Entwickle dich.

Da du nun mit dem Mindset durch die Welt läufst, dass du dich verändern und komplett Neues lernen kannst, solltest du genau das tun. Lerne. Mache Erfahrungen. Erkunde die Welt. Entwickle dich.


Wann war das letzte Mal, dass du etwas gelernt hast, das du lernen wolltest und weil du es wolltest?


Du kannst nicht erwarten deine Leidenschaft oder Lebensziele zu finden, wenn du nichts ausprobierst. Einfach nur darüber nachzudenken, wird dich nicht weiterbringen.


Umgang mit Rückschritten

Sieh alles als kleine Experimente. Um eine neue Entdeckung zu machen, erstellt ein Wissenschaftler auch immer wieder kleine Experimente.

Die Experimente missglücken nicht. Erlangt er nicht das erhoffte Ergebnis, so hat er einen Weg gefunden, wie es nicht geht. Genauso kannst du über kleine Experimente herausfinden, was zu dir passt. Und was nicht.

Diese Erkenntnis ist immens wichtig, wenn du verschiedene Dinge ausprobierst und erkundest. Sei offen. Du weißt nie, was sich daraus ergibt.

Behalte diese Einstellung bei. Es kann dir immer wieder passieren, dass du merkst, dass du falsch abgebogen bist. Sei dankbar für die gemachte Erfahrung und geh ein paar Schritte zurück.

Anstatt Fehler und Rückschritte vermeiden zu wollen, sehe sie als normalen Bestandteil an. Das heißt nicht, dass du absichtlich Fehler machen sollst. Versuche es gleich ‘richtig’ zu machen. Doch wenn es mal zu einem Rückschlag kommt, sie ihn als notwendigen Bestandteil deines Weges an.


Nach etlichen erfolglosen Versuchen eine marktreife Glühbirne zu entwickeln, sagte Thomas A. Edison:
Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.



Eliminieren


To attain knowledge add things every day. To attain wi sdom subtract things every day.
– Laozi (Lao Tzu)


Fokussiere dich

Nachdem du nun viel erforscht und erkundet hast, geht es nun ans Eingemachte: Bewerten. Überarbeiten. Eliminieren.

Es ist Zeit, sich auf wenige Dinge zu fokussieren. Am besten auf die wesentlichen Dinge.

Du hast den Prozess bereits gestartet. Ganz automatisch bewerten wir ständig Sachen. Ob sie uns gefallen. Was uns leichter fällt. Nun gilt es dieses Prozess nur noch weiter und bewusst zu vertiefen.


Zeit für Entscheidungen

Nachdem du viel ausprobiert hast, musst du Entscheidungen treffen. Werde dir einer wichtigen Sache bewusst:


Du kannst nicht alles haben.
Du kannst nicht alles tun.


Erst wenn du dich entscheidest, gibst du dir die Möglichkeit, weiter zu gehen. Wenn du an allem festhältst, hält dich alles auf.

Worauf möchtest du dich fokussieren?

Lass dich nicht von der Angst lähmen, die falsche Entscheidung zu treffen.


Mache dich zur Priorität

Wenn du Entscheidungen triffst, solltest du sie danach treffen, was du willst. Wir sind uns oft nur teilweise oder gar nicht bewusst, wie stark unsere Wünsche und Erwartungen von anderen geprägt sind.

Stehst du vor einer Entscheidung, frag dich: Was will ich wirklich? Will ich ‘das’ wirklich oder ist das eigentlich die Erwartung bzw. der Wunsch eines anderen?

Mache dich selber zur Priorität. Es geht um dein Leben. Du versuchst deine Lebensziele herauszufinden. Du möchtest deinen eigenen Weg gehen.

Frag dich: Was macht mich wirklich glücklich?


Eliminiere so viel wie möglich von dem, was dich nicht glücklich macht.


Trenne dich von dem, was dich auf deinem angestrebten Weg nicht weiterbringt. Es geht nicht darum, einfach etwas zu eliminieren, nur um eines einfach zu eliminieren. Verabschiede dich bewusst von Dingen, die mehr Negativität als Positivität in dein Leben bringen.


Komfortzone, Spannung und Unsicherheit

Keiner hat gesagt, dass es einfach ist. Sich von Sachen zu trennen, ist es absolut nicht. Vor allem bestimmte Möglichkeiten loszulassen, kann sehr schwer sein.

Natürlich musst du nicht alles loslassen. Doch vieles an das wir festhalten, ist einfach nur unnötiger Ballast.

Es sind Entscheidungen wie diese, die uns lehren, immer besser mit Spannung und Unsicherheit umzugehen. Daran kannst du dich schon mal gewöhnen.

Möchtest du deinen Lebenszielen nachgehen – das Leben deiner Wünsche und Träume leben –, müssen wir komfortabel mit Spannung und Unsicherheit werden. Wir müssen Realist und Träumer zugleich werden. Logisch denken und gleichzeitig unlogisch. Praktisch sein und unpraktisch.

Wir sollten immer wieder unsere Komfortzone verlassen. So können wir immer weiter wachsen. Unsere eigenen Grenzen erweitern. Gleichzeitig sollten wir sie nicht zu sehr verlassen. Bei uns bleiben. Ansonsten laufen wir Gefahr, uns zu überfordern. Es ist ein ständiges Abwägen und Priorisieren.


Unsicherheit im Leben

Einer der sichersten Möglichkeiten, sich selber im Weg zu stehen? Immer auf der sicheren Seite bleiben zu wollen. Lass es uns akzeptieren: Das Leben ist unvorhersehbar.

Langfristig kommt es oft doch ganz anders. Andere Möglichkeiten ergeben sich. Natürlich können wir planen und sollten es vielleicht sogar auch. Doch davon auszugehen – oder gar zu hoffen –, dass es dann auch genauso eintritt, ist nicht förderlich.

Du hast so unglaublich viel Potential in dir. Wenn du nun alles langfristig fest planst, verbaust du dir Möglichkeiten, dieses Potential zu nutzen.

Diese Unsicherheit kann Angst machen. Doch statt gegen sie anzukämpfen, können wir sie nutzen. Werde komfortabel mit der Unsicherheit.

Das heißt nicht, dass wir uns einfach nur hingeben und alles einfach passieren lassen. Absolut nicht. Sei aktiv. Gestalte. Doch gleichzeitig sei dir bewusst, dass alles offen ist. Du nicht weißt, wo es dich hinführt. Was noch alles kommen wird.

Aus diesem Grund ist es immens wichtig, dir bewusst zu werden, was du wirklich willst. Mache dich und diese Sachen zur Priorität.


Alles, was dich deinen Lebenszielen nicht näher bringt, hält dich womöglich auf, sie zu erreichen.



Ausführen


Veränderung wird nur hervorgerufen durch aktives Handeln, nicht durch Meditation oder Beten allein.
– Dalai Lama


Der wichtigste Schritt

Nur wenn du auch wirklich etwas umsetzt, wird sich etwas verändern. Viel Nachdenken und Abwägen ist sicherlich wichtig. Doch ohne in Aktion zu treten, passiert nichts wirklich.

Lass dich nicht von Ängsten, Erwartungen oder anderen Sachen abhalten, etwas zu tun. Bist du dir noch unsicher, starte im Kleinen. Du musst nicht sofort die Schiffe hinter dir verbrennen.

Doch manchmal braucht es genau diese Tatkraft. Du fällst eine Entscheidung und gehst in die Richtung. Komme was wolle, du gehst weiter. Auch wenn du nicht genau weißt, wohin du gehst. Zumindest nicht rückwärts. Denn da warst du schon. Letztendlich sollte dir nicht darum gehen, deine Lebensziele möglichst schnell zu erreichen.


Kontinuität

Möchtest du einer Sache näherkommen, so musst du dich kontinuierlich auf diese Sache hinzu bewegen. Umwege sind völlig in Ordnung und oft sogar notwendig. Doch langfristig musst du auf deinem Kurs bleiben.

Finde heraus, was du willst. Entscheide dich dafür und tauche ein. Nur wenn du etwas wirklich lange machst, kannst du wirklich gut werden. Schließlich heißt es nicht umsonst Lebensziele. Wenn du immer wieder von einer Sache zu anderen springst, hast du noch nicht herausgefunden, was du wirklich willst.

Oft liegt es daran, dass du dich nicht von den Wünschen und Erwartungen anderer frei machst. Öffne dich. Es muss auch kein großes Endziel sein, dass du erreichen musst.

Vielleicht geht es dir um etwas ganz anderes? Vielleicht geht es dir darum, viele verschiedene Sachen auszuprobieren? Eine Idee zu haben und dieser Idee Form zu geben? Dann musst du das Projekt eventuell auch gar nicht abschließen. Was auf den ersten Blick wie Unentschiedenheit und kein Durchhaltevermögen aussieht, könnte eigentlich etwas ganz anderes sein.

Doch auch das ist doch eine ‘Sache’. Erkunden und Erleben. Auch darin kannst du dich üben.

Finde es für dich heraus. Und dann bleib dabei. Mache viel von genau dem.

Das heißt auch nicht, dass es nur noch 1 Sache in deine Leben geben sollte. Ganz und gar nicht. Doch zumindest für eine Zeit lang solltest du dich auf nur 1 oder wenige Sachen fokussieren. Ihnen deinen vollen Fokus geben. Andere Sachen kannst du nebenbei immer noch machen.

Gibt es mehrere Sachen, die du verfolgen möchtest? Entscheide dich für eine und leg die andere auf eine “Später-Liste”. Frag dich einfach: Was gibt dir momentan die meiste Freude?

Versuche nicht alles auf einmal zu verändern. Alles auf einmal haben zu wollen. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum die meisten Menschen es nicht schaffen, ihre Gewohnheiten zu ändern.

Gehe stattdessen in kleinen Schritten vorwärts. Setze dir Mini-Ziele. Dabei kannst du immer wieder reflektieren, ob es noch die richtige Richtung ist. Wenn nicht, kannst du den Kurs immer wieder ein wenig korrigieren. So kommst du deinen Lebenszielen immer näher.


Fazit: Seine Lebensziele zu finden, ist ein ständiger Prozess

Seine Leidenschaft und Lebensziele finden zu wollen, kann zu einer überwältigenden und erdrückenden Herausforderung werden. Doch das muss es nicht.

Genauso kann es ein Weg voller Selbsterkundung und Freude sein. Wichtig ist, dass du dich überhaupt auf diesen Weg begibst.

Gib dir Raum und Zeit zum Erforschen. Finde deine natürlichen Talente und Leidenschaften. Lass feste Gedankenmuster hinter dir – hinterfrage sie bewusst –, um dich nicht einzuschränken. Investiere in dich. Entwickle dich. Sei so offen wie nur möglich.

Fokussiere dich auf wenige Sachen, die dir besonders wichtig sind. Gehe ganz bewusst Kompromisse sein.

Mit den 3 Schritten Erkunden, Eliminieren und Ausführen kommst du dem Erreichen deiner Lebensziele immer ein wenig näher.

Dabei gibt es keinen festen Weg. Vielleicht sogar kein starres Ziel. Stattdessen ist es ein Kreislauf. Ein sich immer wiederholender und ineinandergreifender Prozess. Es geht nicht darum, die einzelnen Schritte nacheinander abzuarbeiten. Vielmehr willst du diese Art und Weise in dein Leben integrieren. Es ist eine Einstellung das Leben anzugehen. Versuche nicht, in einer der Stufen hängen zu bleiben.

Das Leben ist ständige Veränderung. Erkunde Neues, reflektiere und gleichzeitig setzt du etwas um. Sei aktiv und gestalte. Sei passiv und lass gestalten. Doch vor allem: Genieße jeden Augenblick deiner Reise.

Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

>