Spirulina – über die Wirkung der wundersamen Algen

Spirulina Algen gehören mit Chlorella zu den verbreitetsten Algen, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Welche Wirkung dieses wundersame Pulver hat und inwiefern du eine Einnahme in Betracht ziehen solltest, möchte ich hier kurz erläutern. Dabei spare ich mir viel Loben, sondern möchte dir meine persönliche Meinung sowie meine Erfahrung näher bringen.

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Spirulina das Wundermittel?

Der Alge werden viele Wirkungen nachgesagt. Teilweise wird sie sogar als Wundermittel gelobt bzw. vor allem beworben — mit unglaublich tollen Eigenschaften. Ich möchte dir hier nichts verkaufen. Lass uns die ganze Thematik mal etwas nüchterner betrachten.

Die wunderbaren Wirkungen kannst du überall nachlesen. Ich widme mich diesen nur begrenzt. Oft kann ich das Ganze nur mit Stirnrunzeln betrachten. Ja, es gibt viele wissenschaftliche Studien. Doch deren Aussagekraft lädt leider zu wünschen übrig. Nicht nur aber sicherlich auch aufgrund schlechter Methodik und viel zu wenig Studienteilnehmern.

Doch das soll nicht heißen, dass ich das Algenpulver als reine Marketingmasche Endstufe. Ganz und gar nicht. Ich möchte dir zeigen, warum ich selber Spirulina zu mir nehme und die auch fast ausschließlich jedem empfehlen würde. Doch lass uns erstmal etwas grundlegender anfangen.

 

Was ist Spirulina?

Es handelt sich um eine Mikroalge mit ihrem typisch grün-bläulichen Farbton. Zu den Cyanobakterien zählend gibt es sie schon seit mindestens 3,5 Milliarden Jahren. Damit zählt sie zu den ersten Lebewesen der Erde. Sehr wahrscheinlich war die Alge für Sauerstoff-Anreicherung der Ur-Atmosphäre mitverantwortlich und hat damit überhaupt die Lebensgrundlage für uns Menschen geschaffen.

Spirulina ist extrem anpassungs- und widerstandsfähig. Sie kann im Süßwasser aber auch Salzwasser überleben. Je nach pH-Wert des Wassers nimmt sie unterschiedliche Formen an. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es sich damit um ein natürliches Lebensmittel handelt.

 

Wirkung von Spirulina Algen

Seit Jahrtausenden wird die Alge von verschiedenen Völkern der Erde genutzt. Sie hat sich mehr als bewährt. Doch was ‘macht’ sie eigentlich?

Einige der ihr nachgesagten Wirkungen bzw. wofür sie eingesetzt wird:

  • Verbesserung der Blutwerte
  • Reduzierung von Allergien
  • Schutz und Linderung von Infektionen und gegen Viren
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Verbesserung der Blutwerte (Blutzucker, Cholesterin)
  • Positiven Einfluss aus die Darmflora
  • Teilweise sogar Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Krebsvorsorge
  • Stärkung des Immunsystems
  • Entgiftung
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Gesunder Energiestoffwechsel
  • Gesunder Zellwachstum
  • Entwicklung von geistigen Fähigkeiten
  • Verbesserung des Fettstoffwechsel
  • Unterstützung der Leber bei Entgiftungsprozessen
  • Verbesserte Muskelkoordination
  • Regulation der Verdauungsenzyme
  • Basische Wirkung auf den Körper
  • Versorgung von Antioxidantien gegen Freie Radikale


Das hört sich erstmal gut an. Für viele der angegebenen Wirkungen gibt es durchgeführte wissenschaftliche Studien. Diese führe ich hier nicht auf, da sie meiner Meinung nach nur begrenzte Aussagekraft haben. Sie lassen sich aber schnell und problemlos auf anderen Webseiten finden.

Dass Spirulina die oben genannten Wirkungen haben kann, will ich gar nicht abstreiten. Der Punkt ist doch aber der: Sobald sich jemand gesünder ernährt, sind positive Effekte auf die Gesundheit zu erwarten. Würde jemand andere Superfoods wie Brokkoli-Sprossen oder Brennnesseln zu sich nehmen, kann man wahrscheinlich mit ähnlichen Wirkungen rechnen. Sobald man dem Körper zuführt, was er braucht und dann auch noch die Chance gibt, wird er sich heilen und gesund sein.

Insgesamt hat Spirulina sicherlich eine unterstützende Wirkung der Selbstheilungskräfte. Damit gibt es positive Einflüsse auf die verschiedensten Krankheiten. Durch die allgemein gesundheitsfördernde Wirkung eignet sie sich sehr gut zur Einnahme in den verschiedensten Situationen.

Falls sich das alles ein wenig negativ anhört, ist dies nicht meine Absicht. Ich möchte lediglich nicht den Eindruck verschaffen, dass es ein Mittel für und gegen alles ist. Lass mich dir zeigen, was ich trotzdem besonders finde und warum ich eine Einnahme empfehlen kann.

 

Was macht Spirulina besonders?

Besonders ist vielleicht das falsche Wort, aber es gibt einige Vorteile, warum sich eine Einnahme lohnt.

Erstmal handelt es sich um ein natürliches Lebensmittel, das schon seit Ewigkeiten gegessen wird. Das heißt, es wurde nicht irgendein Stoff künstlich hergestellt oder isoliert. Als natürliches Lebensmittel hat es eine gute Bioverfügbarkeit. Das heißt nicht, dass alle Nährstoffe in einer Form vorliegen, sodass sie gut vom Körper aufgenommen werden können. Aber wer meint auch, dass dies unbedingt so sein soll?

Weiterhin: Es ist eine Alge. Das ist erstmal nicht unbedingt bemerkenswert. Wenn wir jedoch bedenken, dass jede Lebensmittelgruppe Nährstoffe enthält, die in anderen Lebensmittelgruppen oft gar nicht oder nur gering enthalten sind, und wir diese gesonderte Nahrungsmittelgruppe Algen kaum zu uns nehmen, sieht es schon anders aus. Algen einfach alle unter einen Hut zu schieben, ist nicht empfehlenswert, da es starke Unterschiede gibt. Trotzdem haben wir hier eine klasse Möglichkeit überhaupt Algen zu uns zu nehmen.

Wenn ich von Nährstoffen spreche, geht es mir vor allem um die Sekundäre Pflanzenstoffe. Von denen es tausende gibt und wir deren Wirkung im Körper nicht wirklich absehen können. Dennoch haben diese wichtige Funktionen in Stoffwechselprozessen. So können wir zum Beispiel die wichtigen Sekundären Pflanzenstoffen Phycocyanin und Sulfolipide über die Alge zu uns nehmen.

Ansonsten hat Spirulina einen hohen Chlorophyllgehalt. Warum ist dieser grüne Pflanzenfarbstoff so interessant? Na ja, dass Pflanzen damit ihre Energie aus Licht ‘gewinnen’ und unsere roten Blutkörperchen chemisch gesehen mit Chlorophyll fast identisch sind, sagt schon viel aus. Chlorophyll ist gelinde gesagt für die meisten Lebewesen auf dieser Erde direkt oder indirekt lebensermöglichend. Wer mehr über die Bedeutung von Chlorophyll in der Ernährung erfahren möchte, dem kann ich das Buch “Green for life” von Victoria Boutenko nahelegen.

Ein nicht zu verachtender Aspekt ist, dass das Nahrungsergänzungsmittel n icht aus offenen Seen geerntet, sondern aus geschlossenen oder überdachten Kulturanlagen stammt. Es besteht also keine Gefahr der Kontamination und eine Belastung mit Umweltgiften kann verhindert werden.


Inhaltsstoffe der Spirulina-Alge

Nicht ohne Grund wird sie heute als Superfood beworben. Eine geballte Ladung unzähliger Nährstoffe bekommt man geboten. Man kann ganz klar von einer Nährstoffbombe sprechen. Folgend habe ich eine Nährwerttabelle von einem Spirulina-Produkt meiner Wahl aufgeführt. Selbstverständlich sind dies nur Anhaltswerte und unterliegen natürlichen Schwankungen.

​ Beispielhafte Nährstofftabelle von Spirulina

Spirulina als Eiweißlieferant?

Mit ihren 50-70 % Proteingehalt könnte es meinen, dass es sich um einen perfekten Eiweißlieferanten handelt. In der Tat sind auch alle essenziellen Aminosäuren gut verteilt enthalten. Dennoch nimmt man normalerweise so geringe Mengen zu sich, dass ich nicht unbedingt von einer Eiweißquelle sprechen möchte. Dafür gibt es dann doch bessere Quellen. Nichtsdestotrotz bekommt man hochwertiges Eiweiß, dass einen Teil zur Deckung des täglichen Bedarfs beiträgt. Das nehme ich doch gerne. Dies sollte jedoch kein entscheidendes Argument zur Einnahme sein.


Spirulina als Lieferant von Vitamin B12?

In der Tat wird oft mit einem hohen Gehalt an Vitamin B12 gewoben. Man sollte jedoch beachten, dass dies größtenteils in einer für uns nicht verwertbaren Form vorliegt. Ich würde Spirulina nicht als einzige Vitamin B12 Versorgung empfehlen. Chlorella scheint da deutlich besser geeignet zu sein. Jedoch scheint die Kultivierung der Algen stark über den Anteil von bioverfügbaren Vitamin B12 zu entscheiden.


Nebenwirkungen von Spirulina

Generell wird das Nahrungsergänzungsmittel als sehr sicher eingestuft. Es scheint keine Nebenwirkungen zu geben. Dass es sich um ein natürliches Lebensmittel handelt, mag hier wieder von Vorteil sein.

Dennoch kann es zu Entgiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Hitzewallungen, Muskelschmerzen usw. kommen. Ich würde dies nicht unbedingt als Nebenwirkungen bezeichnen, da es eher ein Zeichen dafür ist, dass die Alge wirkt. Empfehlenswert ist es dann die Dosierung zu reduzierungen. Nach einigen Tagen sollten sich die Symptome bessern. 

Ansonsten kann man theoretisch auch allergisch auf Spirulina reagieren. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Personen mit Autoimmunkrankheiten sollten eine Einnahme jedoch vorher mit dem Arzt abklären.

 

Einnahmeempfehlung und Anwendung

Tägliche Einnahme: 1-5 g

Lieber mit einer geringeren Dosis beginnen und dann bei guter Verträglichkeit steigern. Bei Entgiftungskuren oder zu anderen therapeutischen Zwecken werden teilweise deutlich höhere Dosierungen angewendet.

Es ist zu empfehlen, möglichst nur biologisch zertifizierte und auf Schadstoffe untersuchte Spirulina zu kaufen. Zusätzlich würde ich eine rohe Variante also mit Rohstoffqualität empfehlen.


Pulver oder Tabletten?

Letztendlich ist dies eine Frage des Geschmacks. Ich persönlich finde den Geschmack von Algen gar nicht schlimm. Eine gute Qualität spielt hier sicherlich eine Rolle. Ansonsten kann man auch zu Presslingen greifen. Es sollten möglichst keine Tabletten genommen werden, die nur unnötige Zusatzstoffe wie der Kapsel selber enthalten. Daher gibt es dann Presslinge, die man einfach mit Wasser schlucken kann.

Ich bevorzuge Pulver. Dies ist erstmal günstiger. Ansonsten beginnt die Verdauung schon immer im Mund, sodass es vorteilhaft ist, die gelösten Algen zu trinken. Wer wie ich sowieso meistens alles im Smoothie mischt, kann sich auch einfach für die Presslinge entscheiden und diese bei Bedarf unterwegs schlucken.

 

Meine Erfahrung mit Spirulina - ein kleiner Erfahrungsbericht

Ich erinnere mich noch, wie ich mit 6 Jahren artig jeden Tag meine Spirulina Presslinge eingenommen habe. Meine erste Erfahrung mit der Alge hat also schon recht früh begonnen. Viele Jahre habe ich sie dann nicht mehr genommen. Nun gehört sie zu den von mir am meisten präferierten Superfoods.

Ich war nie wirklich krank und mir ging es auch nie wirklich schlecht. Daher kann ich von keinen bemerkenswerten Effekten berichten. Aber ich möchte an dieser Stelle zeigen, dass man nicht krank sein muss oder es einem nicht schlecht gehen muss, um mit einer Einnahme zu beginnen. Man kann trotzdem von den positiven Effekten profitieren.

 

Geht es mir besser durch die regelmäßige Einnahme?

Das ist für mich unmöglich zu sagen. Ich nehme viele verschiedene Superfoods, Wildkräuter, Supplements usw. zu mir. Außerdem achte ich stark auf eine gesundheitsfördernde Lebensweise. Daher kann ich nicht sagen, welchen Einfluss Spirulina hat. Trotzdem denke ich, dass sich die Einnahme positiv auswirkt. Es ist ein kleiner Baustein vom Ganzen.

Wo ich einen Effekt spüre, ist bei der Entgiftung. Ich nehme Spirulina zusammen mit MSM Pulver und Chlorella ein und kann eine deutlich stärkere Entgiftung feststellen. Wie groß die Rolle von Spirulina alleine ist, kann ich nicht sagen. Aber auch hier bin ich mir sicher, dass sie einen großen Beitrag leistet.

Spirulina in der Farm mit seiner typischen Fräbung

Spirulina in der Farm mit seiner typischen Färbung

Fazit

Falls du noch ein Fazit oder eine Empfehlung von mir hören willst: Spirulina bekommt eine klare Empfehlung von mir. Nicht unbedingt aus den Gründen mit denen geworben wird. Es ist auch nicht so, dass eine Einnahme unbedingt nötig wäre. Es gibt sehr viele Alternativen und mit einer bewussten und ausgewogenen Ernährung kann man seinen Bedarf decken. Die getrockneten Algen sind jedoch eine praktische Möglichkeit und dazu auch noch relativ günstig, um die eigene Ernährung aufzuwerten.

Persönlich kann ich dieses Produkt empfehlen. Bio Spirulina in Rohkostqualität. Schadstoff geprüft. Gutes Prei-Leistungsverhältnis. Ansonsten kannst du ein Blick auf unsere Übersicht mit vielen Nahrungsergänzungsmittel werfen.

Simon Schubert
 

Als studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit unterstütze ich Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise.

  • Werner sagt:

    Nehme ich jetzt schon seid zwei Wochen. Und muss sagen es ist gut. Ich nehme es auf jeden Fall weiter.

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